Wegen Gesundheitsreform 14 Millionen US-Bürger vielleicht bald ohne Krankenversicherung

US-Präsident Trump während des Wahlkampfes im vergangenen Jahr: Eines seiner Versprechen war, Obamacare wieder abzuschaffen - das soll jetzt wahr werden.
US-Präsident Trump während des Wahlkampfes im vergangenen Jahr: Eines seiner Versprechen war, Obamacare wieder abzuschaffen - das soll jetzt wahr werden. © Getty Images

Die Republikaner unter US-Präsident Donald Trump wollen in den USA Obamacare wieder abschaffen – oder zumindest größtenteils ändern. So könnten schon 2018 rund 14 Millionen Bürger wieder ohne Krankenversicherungsschutz dastehen. Zu diesem Ergebnis kommt das Budgetbüro des Kongresses.

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Barack Obama reformierte in seiner Zeit als Präsident der USA das Gesundheitssystem und führte Obamacare ein. Unter anderem ist eine Versicherungspflicht enthalten, von der vor allem Geringverdiener profitieren können.

Der neue US-Präsident will nun aber, wie im Wahlkampf versprochen, Obamacare wieder abschaffen und seine eigene Reform durchführen. Das Problem dabei: 14 Millionen Menschen könnten so bis 2018 ihre Krankenversicherung wieder verlieren. Das geht aus einem Bericht des unabhängigen Budgetbüros des Kongresses (CBO) hervor, der Spiegel Online vorliegt.

Bis 2026 könnten sogar 24 Millionen Menschen weniger einen Versicherungsschutz besitzen – insgesamt wären dann 52 Millionen Bürger der USA nicht krankenversichert. Mit Obamacare wären es „nur“ 28 Millionen.

Den Entwurf für die neue Reform legten die Republikaner in der vergangenen Woche vor (wir berichteten). Dort steht, dass sie die Versicherungspflicht abschaffen und in Zukunft mit staatlichen Zuschüssen eine freiwillige Krankenversicherung einführen wollen. Darin sollen dann altersbedingte Steuernachlässe zwischen 2.000 und 4.000 Dollar enthalten sein. Weiterhin bleiben soll aber die Verpflichtung für Versicherer, Menschen unabhängig von ihren Vorerkrankungen aufzunehmen.

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