Wegen des Nullzinsniveaus Nächste Kündigungswelle bei Bauspar-Altverträgen

Zimmermann auf einer Haus-Baustelle.
Zimmermann auf einer Haus-Baustelle. © Getty Images

Auch 2016 werde man viele alte Bausparverträge kündigen, die seit langer Zeit zuteilungsreif, aber nicht abgerufen werden, teilen die Bausparkassen mit. Zehntausende Kunden könnten davon betroffen sein.

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Schon im vergangenen Jahr kündigten viele Bausparkassen die attraktiven Alt-Verträge von Bausparkunden (wir berichteten). Es geht dabei um Verträge, die seit mehr als zehn Jahren zuteilungsreif sind. Heißt: Die Bausparer haben die erforderliche Summe mittlerweile angespart, aber kein Darlehen in Anspruch genommen. Sie bekommen hohe Zinsen, die die Bausparkassen heutzutage im Nullzinsumfeld nicht mehr erwirtschaften können. 200.000 Verträge wurden 2015 aufgelöst.



Auch in diesem Jahr wollen die Bausparkassen ihre Bestände bereinigen, berichtet das Portal T-Online.de. Weitere 60.000 Kündigungen stehen danach bevor. Die Bausparkasse Wüstenrot gibt etwa an, dieses Jahr knapp 10.000 Altverträge gekündigt zu haben. „Es zählt der Gleichbehandlungsgrundsatz“, so Wüstenrot-Chef Bernd Hertweck gegenüber dem Portal. „Wir können nicht der einen Bauspargeneration kündigen und der anderen nicht.“

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Es handele sich um einen bedauerlichen Sonderzustand. Wobei die Kündigungen aber wirtschaftlich notwendig seien und auch durch viele Gerichtsurteile abgesichert. Auch andere Institute wie Schwäbisch Hall, die Postbank-Tochter BHW sowie die Landesbausparkassen West, Baden-Württemberg, Hessen-Thüringen, Bayern und Ost wollen die Strategie aus 2015 in diesem Jahr fortsetzen.
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