Thomas Losch, Ergo, ging in seinem Vortrag dieser Frage nach: "Ist in klassischen Haftpflichtthemen noch Geschäft zu machen? Und wenn ja, wie?" Quelle: Euroforum

Ist mit Haftpflichtthemen noch Geschäft zu machen? Das fragte Thomas Losch, Abteilungsleiter bei Ergo für Underwriting im Bereich Haftpflicht Gewerbe/Industrie, das Auditorium. Nur wenige Hände gehen nach oben. Bei der Gegenfrage das gleiche Bild. „Die große Mehrheit sind also schwarze Nullschreiber?“, scherzte Losch und wurde dann ernst: So pflichtete er Knauff-Manager Reichel bei, dass eine große Herausforderung für die Versicherer darin besteht, die Vielzahl an Informationen und Daten „zu heben“. Wenn dies gelänge und man daraus Trends und Gefahren ableiten könne, ließen sich Risiken „minimieren, optimieren oder gar einstellen“, gab sich der Referent optimistisch.

„Im Underwriting stellen wir massiv Fragen, rechnen hin und her und wägen ab – braucht man das alles?“, gab Losch weiter zu bedenken. Hier sei den Insurtechs zugutezuhalten, dass sie „Dinge aufbrechen und in Frage stellen“.

Und dann kam der Ergo-Mann auf die Frage Reichels zu sprechen, warum es bei den Versicherern noch so sehr an der „Erlebbarkeit“ hapere? Viele Versicherer liefen auf relativ alten Systemen, erklärte Losch, die ihn bisweilen an den Computerspiel-Klassiker Pac-Man erinnerten. Diese Systeme müssten umgebaut werden, so auch bei Ergo. Es sei eine „Mammutaufgabe“ die alten und neuen Systeme zusammenzubringen. Daran arbeite der Ergo-Konzern, schilderte Losch.