Der Blick in die Frankfurter Börse: Die Corona-Krise sorgt für Veränderungen in der Finanzwelt. © dpa/picture alliance
  • Von Juliana Demski
  • 19.05.2020 um 13:08
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Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat das Analysehaus Scope verschiedene Asset Manager unter die Lupe genommen. Es zeigt sich: Aufgrund der Corona-Krise gab es sowohl bei den kleinen als auch den großen Fondsanbietern Veränderungen an der Spitze sowie in den Top-10. Hier kommen die Details.

Die Corona-Krise bringt viel Wirbel in die Finanzbranche – das belegt auch die aktuellste Ausgabe des „Scope Asset Manager Rankings“. Es sortiert Fondsanbieter nach ihrem Anteil an Fonds mit Top-Rating. Rund ein Drittel der mehr als 6.000 bewerteten Investmentfonds erhielt ein A oder B und damit eine Top-Bewertung.

Bei den großen Asset Managern mit mehr als 25 von Scope bewerteten Fonds gab es zum Ende des ersten Quartals einen Wechsel an der Spitze:

Vanguard Investments liegt mit einer Top-Rating-Quote von 61,8 Prozent hauchdünn vor MFS Investment Management mit 61,5 Prozent. Ende 2019 lag Vanguard noch mit deutlichem Abstand auf Rang 2 hinter MFS, und vor einem Jahr lag das Unternehmen mit 55,2 Prozent sogar noch auf Rang 5.

Auch an Stelle haben sich die Ränge verschoben:

Zum ersten Mal liegen mit Union Investment, State Street, J.P. Morgan Asset Management und Robeco gleich vier Neueinsteiger in den Top-10. Den größten Sprung machte dabei Robeco; hier wuchs die Top-Rating-Quote von 36,1 Prozent auf 43,6 Prozent. Der Fondsanbieter kletterte damit von Rang 30 auf Rang 10.

Legg Mason, Vontobel Asset Management, Alliance Bernstein und First State gehören, anders als noch im Jahr zuvor, neuerdings nicht mehr zu den zehn Besten im Ranking. Alle vier Gesellschaften mussten einen deutlichen Rückgang ihrer Top-Rating-Quoten hinnehmen. Am deutlichsten fiel der Rückgang bei Legg Mason aus: Von Rang 2 (59,4 Prozent) ging es runter auf Rang 34 (rund 35 Prozent).

Die DWS hat die Top 10 laut Scope nur knapp verpasst (42,3 Prozent). Innerhalb eines Jahres kletterte sie von Rang 32 auf Rang 12. Der Grund für die Verbesserung: Bei den Fonds der DWS gab es „Rating-Verbesserungen auf breiter Front über alle Assetklassen hinweg“, erklärt Scope.

Und auch die Branche der kleinen Asset Managern mit weniger als 25 Fonds hat die Corona-Krise aufgewirbelt:

Seit mehr als einem Jahr führte Lupus Alpha das Ranking der kleinen Asset Manager an – bis jetzt. Mit einer Verbesserung der Top-Rating-Quote von 61,5 Prozent Ende März 2019 auf nun 83,3 Prozent gehört die Spitze ab sofort Flossbach von Storch. Diese Veränderung sei dabei nicht auf Upgrades der Mischfonds zurückzuführen, so die Scope-Analysten, sondern auf Ratingverbesserungen der Aktienfonds wie „Flossbach von Storch Dividend“ oder „Flossbach von Storch Fundament“.

Im Vergleich zum Vorjahr sind laut Ranking zudem Dimensional Fund Advisors, Polar Capital Partners und Wells Fargo Asset Management nicht mehr unter den zehn Besten vertreten. Dafür zogen EFG Asset Management, Nomura Securities und Van Eck Asset Management neu in die Top-10 ein.

>>> Hier geht es zu den Ranking-Tabellen.
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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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