Ein Rollstuhlfahrer bekommt Hilfe beim Schieben: Viele Unfallversicherer bieten Assistance-Leistungen für den Fall der Fälle an. © dpa/picture alliance
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  • 07.07.2017 um 16:35
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Die Stufe übersehen, das Bein gebrochen und nun sechs Wochen lahmgelegt. Wer schmeißt dann den Haushalt? Für diese Fälle bestücken Unfallversicherer ihre Verträge inzwischen oft mit Serviceleistungen. Partnerunternehmen waschen dann die Wäsche, putzen oder bringen Essen. Maklern bieten diese Assistance-Leistungen feines Neugeschäftspotenzial.

Pakete für bestimmte Zielgruppen

Auch die SDK bietet im Rahmen ihrer Unfallversicherung vier Pakete an: Unfall- Hilfeleistungen, Reha-Management, Familien-Assistance und Kinder-Assistance.

Alle Pakete sind frei kombinierbar. Im Rahmen der Unfall-Hilfeleistungen werden etwa die Kosten für eine Reinigung der Wohnung alle zwei Wochen übernommen, der Menüservice für sieben Hauptmahlzeiten die Woche oder der Begleit- und Fahrservice bei Arzt- und Behördengängen bis zu zweimal die Woche.

Im Reha- Management geht es unter anderem um die Unterstützung bei der Beantragung von Leistungen bei Behörden oder die Organisation von Umschulungen.

Bei der Janitos können Kunden die Unfallversicherungen Balance und Best Selection mit dem Zusatzpaket „Medic“ erweitern.

„Es beinhaltet neben speziellen Leistungen bei schweren Erkrankungen auch Pflege-Assistance-Leistungen, die unter anderem eine Grundpflege, eine tägliche Mahlzeit, einen Wäsche- und Haushaltsservice sowie die Begleitung bei Arztbesuchen umfassen“, sagt Jürgen Tertnick, Senior-Produktmanager der Janitos. „Darüber hinaus beinhalten die beiden Produktlinien ein Reha-Management ei schweren Verletzungen, und zwar prämienfrei.“

Prämienfrei ist dabei ein gutes Stichwort, denn neben der Zusagedauer für die Assistance-Leistungen – sie liegt mal bei sechs, mal bei neun, mal bei zwölf Monaten – unterscheidet sich auch der Preis der Zusatzleistungen erheblich.

Wie es um die Preise steht

Die selbstständigen Produkte sind dabei naturgemäß teurer als die Andock-Leistungen. So zahlen Kunden für den Arag Alltagshelfer 199 Euro im Jahr, für den Alltagshelfer Plus fallen 299 Euro an.

Bei der Basler sind die Beiträge „gestaffelt nach Altersgruppen, dem Leistungsumfang und den Leistungsauslösern“, sagt Abteilungsleiter Tobias Löffler.

Das Gesamtpaket Assistance, Reha-Management & Therapien nach Unfällen und schweren Erkrankungen kostet einen 25- bis 64-Jährigen etwa 32,62 Euro im Monat. Will dieser Kunde aber nur reine Assistance-Leistungen nach Unfällen haben, sind es 9,45 Euro.

Bei der SDK zahlt ein Kunde des Jahrgangs 1984 je nach Paket zwischen 2 und 10 Euro Aufpreis monatlich.

Bei der Helvetia fallen etwa im Baustein Family 69 Euro Zusatzkosten im Jahr an.

Das Zusatzpaket „Medic“ der Janitos kostet 66 Euro jährlich.

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