Kaum ein Thema polarisiert so stark wie die Diskussion um Cyber-Risiken. Und kaum eine Bedrohung ist so schwer zu fassen wie die von kriminellen Hackern verbreiteten Erreger, die noch jedes Computer-System infizieren. Doch nicht nur der Virenbefall versetzt ganze Wirtschaftszweige in qualvolle Fieberträume, auch Trojaner feuern Angriffe auf die Systemabwehr – Milliardenschäden sind keine Kollateralschäden.



Umso wichtiger ist es, die eigene Abwehr zu mobilisieren. Das gilt gerade für Versicherungsmakler, denn erst wer die durch Cyber-Kriminalität drohenden Gefahren zu analysieren weiß, kann eine professionelle Diagnose stellen. Die Anamnese glückt, wenn man grundsätzlich drei Gefahrenklassen unterscheidet.

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Der Hacker-Angriff etwa geht entweder von einem unbekannten Dritten und damit Außentäter von Statten. Oder ein böswilliger Mitarbeiter strebt als Innentäter die Blockade oder Unterbrechung von IT-Systemen an. Die Absichten reichen von Erpressung bis hin zu willkürlicher Schädigung – mit einer gezielten Überlastung der Internetleitungen oder Server, beispielweise durch sinnlose E-Mail-Anfragen oder massenhafte Online-Einkäufe.

Erpressung oder Spionage sind oft Motive bei einem Hacker-Einbruch

Ein Hacker-Einbruch, ebenfalls durch Außen- und Innentäter möglich, zielt darauf ab, Daten und Programme zu klauen, zu verändern oder zu zerstören. Die Motivation dahinter? Erpressung, Täuschung, Spionage oder der Handel mit Insider-Informationen. Durch die gezielte Ausnutzung von Schwachstellen in den IT-Sicherungen wie offene ungeschützte Netzwerkverbindungen fließen die Daten Richtung Hacker ab oder werden verschlüsselt, was sie blockiert und unbrauchbar macht.