Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

VSAV-Kritik an der IDD-Umsetzung „Honorare für Makler von Verbrauchern sind bereits ungültig“

VSAV-Netzwerkpartner und Bank- und Kapitalmarktrechtler Jens Reichow
VSAV-Netzwerkpartner und Bank- und Kapitalmarktrechtler Jens Reichow © VSAV

Die Versicherungsvermittlungs-Richtlinie IDD ist zwar weder schon verabschiedet noch in Kraft getreten, trotzdem hagelt es bereits von vielen Seiten Kritik. Nun mischt sich auch der Verein zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler (VSAV) in das Gespräch ein und erklärt, die geplante Trennung von Provisionen und Honoraren sei defacto bereits eingeführt. Die Details gibt es hier.

|  Drucken

Der Verein zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler (VSAV) hat die geplante Umsetzung der Vermittlerrichtlinie IDD kritisiert. So seien „die vom Gesetzgeber angestrebte klare Trennung von Provisionen und Honoraren beziehungsweise Servicegebühren defacto bereits eingeführt“, heißt es von Seiten des VSAV. Eine Prüfung durch den VSAV-Netzwerkpartner und Bank- und Kapitalmarktrechtler Jens Reichow habe das gezeigt – und so etwas könne nicht im Sinne eines wirksamen Verbraucherschutzes sein, so der Verein.


Nach Reichows Einschätzung dürfen Makler zwar weiterhin gesetzeskonform gegen Honorar für Verbraucher tätig werden. Sollte es aber tatsächlich zur Umsetzung des aktuellen Gesetzesentwurfes kommen, so wären alle nach dem 18. Januar 2017 geschlossenen Vereinbarungen unwirksam und Vermittler könnten ab dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes dann aus diesen Vereinbarungen keine Vergütungsansprüche mehr für eine zukünftige Tätigkeit herausziehen.


„Wer die unabhängige Beratung und Vermittlung stärken will, sollte die Honorarberatung und Vermittlung für den Verbraucher über die unabhängigen Makler nicht eingrenzen“, sagt VSAV-Vorstand Ralf Barth.


Ein weiteres Problem sieht der VSAV darin, dass Makler, selbst wenn sie vor dem Hintergrund jetzt unwirksamer Honorarverträge vorzeitig ganz in die Versicherungsberatung wechseln wollten, das nicht tun könnten. Der Grund: Bis das Gesetz zur IDD-Umsetzung rechtskräftig wird, ist auch noch nicht der neue Berufsstand des Versicherungsberaters nach § 34 d GewO geschaffen.


Reichow rät daher dazu, erst einmal den endgültigen Gesetzestext abzuwarten. „Es liegt nur ein Gesetzesentwurf vor, der noch veränderbar ist. Auch der 18.07.2017 ist nicht unumstößlich“, sagt er.

Perlentauchen für einen guten Zweck
Mit WeitBlick den Ruhestand planen
Werbung

Renditechancen mit den Vorteilen eines Kontos verbindet WeitBlick, die fondsgebundene Lebensversicherung der Standard Life. Flexible Auszahlmöglichkeiten, finanzielle Planbarkeit, Hinterbliebenenschutz und vieles mehr bietet WeitBlick – ab 25.000 Euro Einmalbeitrag.

Überzeugen Sie sich selbst!

Ideen für Ihre Kundenansprache
Werbung

Ob per Postkarte, einem informativen Anschreiben oder einer aussagekräftigen Kundenbroschüre: die fondsgebundene Lebensversicherung WeitBlick können Sie Ihren Kunden auf vielerlei Weise präsentieren. Und mit der Angebotssoftware errechnen Sie schnell und einfach ein individuelles WeitBlick-Angebot.

Schauen Sie hier!

Vorsorgeprodukte mit Perspektive
Vollgas für die Altersvorsorge