„Wir bieten Ihnen eine leistungsgerechte Bezahlung und die üblichen sozialen Leistungen eines modernen Unternehmens“. Es klingt schon fast verschämt, wie sehr Unternehmen in ihren Stellenanzeigen die zusätzlichen Angebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verklausulieren. Dabei sind diese „Üblichen“ zentrale Treiber in punkto Mitarbeitergewinnung, Zufriedenheit und gefühlter Wertschätzung.

Die GfK hat im Auftrag der Allianz mehr als 2.600 Arbeitnehmer, Auszubildende und Studenten sowie rund 600 Arbeitgeber zu betrieblichen Zusatzleistungen befragt und einen unterschiedlichen Blick auf die Personalzusatzleistungen offenbart. Arbeitgeber halten nämlich bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter das Image der Firma für deutlich wichtiger als die Zusatzleistungen, die befragten Arbeitnehmer sehen das allerdings genau umgekehrt.

Je mehr Zusatzleistungen, desto zufriedener die die Arbeitnehmer

In den Zusatzleistungen stecken noch weitere Stellschrauben, wie die Befragung der Arbeitnehmer zeigt. Beispiel Zufriedenheit: Waren in Unternehmen mit wenigen Zusatzleistungen (maximal drei) nur 43 Prozent der Befragten mit ihrem Arbeitgeber zufrieden, sind es in Betrieben mit vielen Leistungen (mindestens acht) 67 Prozent. Ebenfalls knapp zwei Drittel fühlen sich in diesen Unternehmen fair und leistungsgerecht bezahlt, während sich angesichts geringer Zusatzleistungen nur gut ein Drittel der Befragten positiv über die Bezahlung äußert.

Dabei haben Arbeitnehmer eine klare Vorstellung davon, was ihnen bei diesen „üblichen Leistungen“ wichtig ist. Unter dem Leitmotiv „Persönliche und finanzielle Absicherung“ stehen die betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen und die betriebliche Krankenversicherung (bKV) als Top 3 ganz oben.