Vorstand der Allianz-Leben „Heute 30-Jähriger muss rund 50 Prozent mehr zurücklegen“

Allianz-Vorstand Andreas Wimmer.
Allianz-Vorstand Andreas Wimmer. © Allianz

Das Nullzinsniveau in Deutschland kommt Altersvorsorge-Sparer teuer zu stehen, sagt Allianz-Vorstand Andreas Wimmer. Wer heute mit dem Sparen beginne, müsse mehr Geld monatlich zur Seite legen, oder in Produkte mit einer höheren Renditechance investieren.

| , aktualisiert am 20.08.2015 10:29  Drucken
„Als Faustformel gilt: 2 Prozentpunkte geringere Rendite bedeuten bei einem heute 30-Jährigen, dass er rund 50 Prozent mehr zurücklegen muss“, so Andreas Wimmer in einem Interview mit dem Handelsblatt. Der Vorstand der Allianz Lebensversicherung sprach mit der Zeitung über die Folgen des andauernden Niedrigzinsniveaus.

Auch die Allianz justiert bei ihrer Kapitalanlage nach. Wie Wimmer berichtet, hat Deutschlands größter Versicherer die Aktienquote auf 10 Prozent aufgestockt. Bei der Konkurrenz liege der Anteil eher bei 3 bis 4 Prozent. Außerdem versucht man über Hypothekendarlehen und Investments in Infrastruktur und Erneuerbare Energien mehr Rendite zu erzielen.

Wichtig findet es der 41-Jährige auch, die betriebliche Altersvorsorge (bAV) in Deutschland stärker zu fördern. Sein Vorschlag: Den Betrag von 4.900 Euro, der derzeit steuer- und sozialabgabenfrei ist, um weitere 1.800 Euro aufzustocken. Das biete Anreize für Niedrigverdiener und erleichtere mittelständischen Unternehmen das Engagement bei der betrieblichen Altersvorsorge.
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