11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Vorsorge für Solo-Selbstständige Viele Einzelunternehmer verdienen weniger als den gesetzlichen Mindestlohn

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums untersucht, wie hoch die Einkünfte von Selbstständigen ohne Mitarbeiter sind.
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums untersucht, wie hoch die Einkünfte von Selbstständigen ohne Mitarbeiter sind. © ZEW

Zwar liegt der Verdienst von rund einem Drittel der Solo-Selbstständigen hierzulande unter dem Mindestlohn für Angestellte, doch nicht alle leben deshalb in prekären Verhältnissen. Das hat eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums herausgearbeitet.

|  Drucken

Rund 2 Millionen Selbstständige in Deutschland beschäftigen keine Mitarbeiter. Unter diesen sogenannten Solo-Selbstständigen gibt es die gefragten und gut verdienenden auf der einen und diejenigen auf der anderen Seite, die so wenig verdienen, dass sie damit unter dem gesetzlichen Mindestlohn für Angestellte von derzeit 8,84 Euro pro Stunde liegen.

Für das freiwillige Einzahlen in die gesetzliche Rentenversicherung reiche das nicht. Zu diesem Fazit kommt einem Bericht der Welt am Sonntag zufolge eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums.

Demzufolge sind rund 30 Prozent der Einzelkämpfer von einem geringen Verdienst betroffen. Allerdings würden die Forscher darauf hinweisen, nicht zu viel aus diesen Zahlen zu schließen. Die Betroffenen würden nicht automatisch in „prekären Verhältnissen“ leben, vielmehr würden sie ihre Tätigkeit meist im Nebenerwerb oder Teilzeit ausführen, während der Partner Vollzeit tätig sei.

Dennoch hat es sich die Regierung zur Aufgabe gemacht, eine Altersvorsorgepflicht für die Selbstständigen einzuführen, die nicht in beispielsweise berufsständischen Versorgungswerken abgesichert sind. Das Ministerium wolle noch in diesem Jahr diesbezüglich Vorschläge machen.

Dringender Handlungsbedarf

„Die Regierung will zwar die Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen, die Politik tut sich aber schwer mit dem Thema, obwohl hier dringender Handlungsbedarf besteht“, wird Johannes Jakob, Leiter des Bereichs Arbeitsmarktpolitik beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), in der Welt am Sonntag zitiert.

Die Studienautoren empfehlen, dass sich der Staat zum Beispiel an der Weiterbildung Selbstständiger beteiligen könnte, damit sie mehr Geld verdienen und ihre Rente später über der Grundsicherung liegt. Darüber hinaus müsse die Schein-Selbstständigkeit besser aufgedeckt werden. Ein dritter Punkt könnte laut DGB-Experte Jakob sein, einen Mindestlohn oder eine tarifliche Regelung für Selbstständige einzuführen, sofern die Tätigkeit das zulasse, ähnlich wie bei Dozenten in der Weiterbildung, die pro Stunde bezahlt würden.

Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Mittwoch, 20. Februar 2019, um 15 Uhr

Jetzt anmelden!

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.