Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Vorsorge Deutsche setzen für Sicherheit Ertragschancen aufs Spiel

Die Grafik zeigt das hohe Sicherheitsbedürfnis der Deutschen bei der Geldanlage.
Die Grafik zeigt das hohe Sicherheitsbedürfnis der Deutschen bei der Geldanlage. © J.P. Morgan Asset Management

Wie das aktuelle Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management zeigt, setzen die Deutschen eher auf Sicherheit als auf Ertrag. Nur rund jeder Zehnte will auf den Kapitalmarkt setzen. Das heißt aber auch, dass viele Sparer ihre Anlageziele wohl nicht erreichen werden.

| , aktualisiert am 20.08.2018 12:07  Drucken

Mehr als drei Viertel der Deutschen schätzen sich bei der Geldanlage als wenig risikofreudig ein. 49 Prozent der für das Income-Barometer befragten Sparer bezeichnen sich selbst als „sehr sicherheitsorientiert“. Weitere 27 Prozent sehen sich als „eher sicherheitsorientiert“ an. Das heißt, sie sind mit geringeren Erträgen zufrieden, solange das Ersparte nicht zu vielen Schwankungen ausgesetzt ist.

„Die Angst vor Marktschwankungen ist so groß, dass viele Deutsche lieber auf Rendite verzichten, als auf die Chancen der Kapitalmarkterträge zu setzen“, erklärt Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management, das Ergebnis.

Und weiter:

„Doch auch wenn diese zugegebenermaßen ein höheres Risiko aufweisen, heben sich die Marktschwankungen ja gerade über die längeren Anlagezeiträume hinweg auf, wie Zeitreihen belegen. Und im anhaltenden Niedrigzins­umfeld findet der Kapitalerhalt der vermeintlich sichereren Sparanlagen auch nur auf dem Papier statt. Wenn die Inflation wie derzeit höher ist als die Zinsen, verliert das Ersparte real an Wert.“

Bergweiler warnt zudem davor, dass bei zu geringer Risikobereitschaft auch die Sparziele schwieriger zu erreichen sind. „Mit einem Zins von 6 Prozent verdoppelt sich eine Anlage in 12 Jahren, bei 4 Prozent sind es 18 Jahre, bei 2 Prozent 36 Jahre. Ein Zinssatz von 0,5 Prozent erfordert dagegen stolze 144 Jahre – und im aktuellen Zinsumfeld erwirtschaften viele Sparprodukte noch weniger.“ Wer ein bisschen mehr Risiko in Kauf nehme, eröffne sich die Chance, sein Anlageziel in einem realistischen Zeitrahmen zu erreichen, so der Experte.

Aber immerhin:

Rund 7 Prozent der Befragten trauen sich laut Barometer zu, geringe Schwankungen auszuhalten, wenn die Geldanlagen dafür etwas mehr Ertrag bringen. Und 2 Prozent sagen, sie könnten auch größere Schwankungen gut aushalten; sie erwarten dafür aber auch eine höhere Rendite.

Standard Life bleibt Standard Life
Werbung

Obwohl Standard Life jetzt offiziell der Phoenix Gruppe angehört, wird sich für die deutschen und österreichischen Vertriebspartner und Kunden des Versicherers in Zukunft nichts ändern.

Im Video-Interview spricht Susan McInnes, Vorstandsvorsitzende der Standard Life Versicherung, über ihre Pläne und die Details der strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe.

Vorsorgen mal anders
Werbung

Wer spart, denkt oftmals an Tagesgeldkonten, Aktieninvestments oder gar Sparschweine. Doch man kann auch anders vorsorgen: indem man die eigene Person zur Marke macht. Das kann natürlich nicht jeder.

Lesen Sie hier wie Christiano Ronaldo es seit dem Kindheitsalter perfektioniert hat, in sich selbst zu investieren - und damit die beste Vorsorge für die eigene Zukunft zu treffen.

Offizielle Stellungnahme zu den Brexit-Plänen
Lohnlücke zwischen Frauen- und Männerfußball: Topgehälter versus Hungerlohn
Der GARS – Rückblick und Ausblick