Mit der Geburt eines Kindes ändert sich in Familien vieles grundlegend. Doch während Vorkehrungen im Haushalt wie ein Gitter an der Treppe oder Steckdosenschützer selbstverständlich angebracht werden, wird eines häufig vergessen: gesundheitliche, rechtliche und finanzielle Vorkehrungen für alle in der Familie. Denn jeder kann nur dann für andere da sein, wenn es ihm selbst gut geht.

Ist eine gute ärztliche Versorgung gewährleistet?

Zu den größten Ängsten der Eltern zählt die Angst, das eigene Kind könnte krank werden oder einen Unfall haben. Dann möchte man natürlich im Krankenhaus dabei sein und dem Schatz nicht von der Seite weichen. Die Krankenkassen handeln je nach Alter des Kindes sehr unterschiedlich: Bei gesetzlich Versicherten darf der Erziehungsberechtigte bis zum Alter des Kindes von zehn Jahren in der Klinik bleiben. Bei Privatversicherten sollte man diesen Anspruch überprüfen und gegebenenfalls erweitern. Bei privaten Kranken- und Zusatzversicherungen sortieren Versicherer Kranke aus und akzeptieren nur Gesunde. Auch Kleinigkeiten, die schon lange zurückliegen, können zur Ablehnung führen. Deshalb dieses Thema besser nicht auf die lange Bank schieben.

Was geschieht, wenn das Kind verunglückt?

Das Kleine wird größer: Bald wird es krabbeln, mit ungefähr einem Jahr laufen, danach Bobby Car fahren, Fußball spielen oder Reiten. Gerade wenn es um Sport geht, kümmern sich vorausschauende Eltern um Absicherungen für den Fall des Falles. Bei diesen Unfallversicherungen gibt es mehrere Varianten. Entweder man versichert lediglich das Risiko des Unfalls oder man vereinbart, dass die Beiträge angespart werden und zum späteren Zeitpunkt, etwa zum 18. Lebensjahr verfügbar sind. Welches das richtige Modell ist, entscheidet vor allem der Geldbeutel, denn die Sparvariante ist teurer. Die gesetzliche Unfallversicherung für Kindergarten und Schule ist erschreckend gering und unterscheidet sich immer noch in den alten und neuen Bundesländern.

Was geschieht, wenn ein Elternteil verunglückt?

Wenn ein Elternteil verstirbt, ist es um die Zukunft des Kleinen schlecht bestellt. Früher wurde dieses Risiko meist nur auf den Vater als Ernährer bezogen. Heute sieht das dagegen anders aus. Beide Elternteile sollten sich abzusichern. Es gibt Varianten, bei der die Versicherungssumme jedes Jahr geringer wird. Das ist günstig und meist ausreichend, denn die Betreuungskosten werden mit steigendem Alter des Kindes geringer. Dagegen könnte sprechen, dass die Ansprüche eines Jugendlichen höher sind als die eines Kleinkindes. Nicht auszudenken, welche Auswirkungen Berufsunfähigkeit oder gar Pflegefall auf die finanzielle Entwicklung der Familie hat. Ohne private Vorkehrungen haben diese Dauerbelastungen erheblichen Einfluss auf den Familienalltag.