Vorschlag von Policen Direkt Wie man Standmitteilungen von Lebensversicherern verbessern könnte

Henning Kühl, Chefaktuar bei Policen Direkt
Henning Kühl, Chefaktuar bei Policen Direkt © Policen Direkt

Bei vielen Kunden von Lebensversicherungen liegt jetzt Post im Briefkasten: die bekannte Standmitteilung. Sie soll einen Überblick über den Wert der Versicherung geben. Das Problem dabei: Laut aktuellen Analysen von Policen Direkt ist das in den meisten Fällen gar nicht möglich. Hier kommen ein paar Verbesserungsvorschläge.

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Die sogenannte Standmitteilung soll Kunden einer Lebensversicherungspolice Informationen zu dem aktuellen Wert ihrer Versicherung geben. Um etwa diese Zeit im Frühling liegen die Schreiben in vielen Briefkästen. Dabei zeigen aktuelle Analysen des Zweitmarktanbieters Policen Direkt, dass diese Schreiben selten vollständig sind und dem Kunden kaum einen guten Überblick bieten können.

Es fehlen vor allem wichtige Infos wie:

  1. der Rückkaufswert
  2. die Todesfall-Leistung
  3. die Ablaufleistung und
  4. die Summe der bis dato eingezahlten Beiträge

Policen Direkt und der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft kritisieren diese Unvollständigkeit.

„Wer wissen will, was seine Lebensversicherung wert ist, muss bei den Versicherern mitunter nachfragen und einen Taschenrechner zur Hilfe nehmen“, sagt Henning Kühl, Chefaktuar bei Policen Direkt.

Um den Wildwuchs bei den Standmitteilungen zu verbessern, hat Policen Direkt gemeinsam mit dem Bundesverband für Vermögensanlagen im Zweitmarkt für Lebensversicherungen (BVZL) einen Vorschlag für eine allgemeinverbindliche Standmitteilung erarbeitet. Das Konzept „Lectus“ soll Antworten auf folgende Fragen bieten:

  1. Wieviel habe ich bis heute in meine Lebensversicherung einbezahlt?
  2. Was zahle ich bis zum Ende der Vertragslaufzeit?
  3. Welchen Betrag erhalte ich garantiert aus dem Vertrag?
  4. Welchen Betrag erhalten die Angehörigen aktuell im Fall meines Ablebens?
  5. Was bekomme ich, wenn ich meinen Vertrag heute kündige?

„Nur mit einer vollständigen, korrekten, verständlichen und individuell auf den jeweiligen Vertrag ausgearbeiteten Standmitteilung kann sich der Versicherte ein vollständiges Bild machen. Daher fordern wir ein einheitliches Versicherungsdeutsch“, so Kühl. Sonst könne es vorkommen, dass Versicherte erst nach 30 Jahren merken, dass es für die Wunschrendite doch nicht reicht.

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