Vorschlag der Bertelsmann-Stiftung So könnte man die GKV für Selbstständige attraktiver machen

Ein Oberarzt bereitet sich auf eine Operation vor.
Ein Oberarzt bereitet sich auf eine Operation vor. © Getty Images

Viele Selbstständige können sich den Mindestbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 342 Euro zurzeit nicht leisten. Grund genug für die Bertelsmann-Stiftung mal zu überlegen, wie man die GKV für diese Zielgruppe attraktiver machen könnte. Ihre Lösung lesen sie hier.

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Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, schlägt die Bertelsmann-Stiftung vor, den Mindestbeitrag von 342 Euro abzuschaffen und die Prämie stattdessen nach Höhe des tatsächlichen Einkommens festzulegen. Wer mehr als die Versicherungspflichtgrenze von 56.250 Euro brutto im Jahr verdiene, könne weiter in die PKV wechseln.



Die Stiftung geht davon aus, dass rund eine Million derzeit noch privat versicherte Selbstständige unter diesen Bedingungen in die GKV zurückkehren würden. Ihr Anteil würde sich damit von derzeit 57 auf 88 Prozent erhöhen.

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Die Umsetzung würde pro Jahr zwischen 200 und 800 Millionen Euro kosten, glauben die Stifter. Die Selbstständigen aber auch entsprechend entlasten. „Selbstständige in den Solidarausgleich der GKV einzubeziehen, macht die Krankenversicherung insgesamt gerechter und verhindert soziale Härten am unteren Ende der Einkommensskala“ zitiert die Süddeutsche den Gesundheitsexperten der Stiftung, Stefan Etgeton.
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