Mikro- und Makronährstoffe besonders wichtig sind, damit das Immunsystem optimal funktionieren kann. © Pixabay
  • Von Joachim Haid
  • 23.03.2020 um 11:55
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In Zeiten des aktuellen Corona-Virus und der noch laufenden Influenza-Saison ist es sinnvoll, das Immunsystem möglichst optimal zu unterstützen. Was kann hier alles helfen? Welche Mikronährstoffe braucht unsere Körper jetzt besonders? Hier kommen die Antworten.

L-Glutamin

L-Glutamin ist eine Aminosäure. Bei Verletzungen und Krankheiten kann sie essenziell werden. Dann ist eine zusätzliche externe Zufuhr sinnvoll/notwendig. L- Glutamin spielt eine Rolle für die Versorgung von weißen Blutkörperchen und der Differenzierung von Immunzellen. Weiterhin ist es wichtig für die körpereigene Produktion des Antioxidans Glutathion. L-Glutamin spielt eine wesentliche Rolle beim Aufbau und Erhalt von Zellsystemen mit hohen Teilungsraten, wie beispielsweise bei den Schleimhautzellen des Darms. Eine intakte Darmschleimhaut schützt vor dem Eindringen von Erregern und Fremdstoffen.

L-Lysin

L-Lysin ist eine essenzielle Aminosäure, das bedeutet, sie muss über die Nahrung aufgenommen werden. Nennenswerte Mengen kommen primär in tierischen Produkten vor. L-Lysin ist wichtig für den Aufbau und die Reparatur des Bindegewebes und wird zur Steigerung einer geschwächten Immunantwort eingesetzt. Diese Aminosäure verdrängt Argining (ebenfalls eine Aminosäure), auf die das Herpes-Virus zur Vermehrung angewiesen ist.

Vitamin A

Vitamin A und D unterstützten sich gegenseitig. Studien konnten zeigen, dass diese beiden Vitamine sich zur Vorbeugung von Atemwegsinfektionen sehr gut in ihrer Wirkung ergänzen. Vitamin A ist im Bereich des Immunsystems an der Produktion von Antikörpern beteiligt. Weiterhin an der Aktivierung diverser Zellen des Immunsystems (Neutrophile, Makrophagen, NK-Zellen, T-Helfer- und B-Zellen). Uwe Gröber, ein renommierter Apotheker mit großer Erfahrung im Bereich Mikronährstoffen, empfiehlt pro 1.000 bis 2.000 IE Vitamin D eine Zufuhr von 500 IE bis 1.000 IE von Retinol (Vitamin A) – speziell bei Vegetariern und Veganern. Bei der Zufuhr von Vitamin A jedoch bitte vorsichtig sein. Es handelt sich hierbei um ein fettspeicherbares Vitamin, welches deshalb durchaus überdosiert werden kann. Vermieden werden kann das, indem die Vorstufe, Beta-Karotin aufgenommen wird. Das ist der Farbstoff, der Karotten ihre orangene Farbe gibt. Beta-Karotin kann vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden. Das geschieht nur so lange, wie Vitamin-A-Bedarf besteht. Eine Überdosierung mit Vitamin A ist so nicht möglich. Ein Zinkmangel (siehe oben) kann den Vitamin-A-Stoffwechsel negativ beeinflussen.

Proteolytische Enzyme

Proteolytische Enzyme unterstützen das Immunsystem bei der Modulation. Sie sind notwendig, um zum einen proentzündliche Zytokine nach verrichteter Arbeit wieder aus dem Körper auszuleiten, sowie auch antientzündliche Zytokine. Diese Enzyme tragen also dazu bei, dass das Immunsystem weder zu schwach noch überschießend reagiert. Ab etwa dem 40. Lebensjahr nimmt die Konzentration dieser Enzyme im Blut ab (proteolytische Serumkonzentration). Diese Enyzme müssen mit magensaftresistenten Kapseln eingenommen werden, da die Magensäure sie sonst zerstört.

Fazit

Der menschliche Körper ist Viren und Bakterien nicht hilflos ausgeliefert. Das gilt auch für neue, noch unbekannte Viren. Ansonsten wären wir längst ausgestorben. Auch wenn es gegen SARS CoV-2 noch keine zugelassenen Medikamente und keinen Impfstoff gibt, kann doch jeder dazu beitragen, sein Immunsystem möglichst optimal zu unterstützen.

Wichtig ist, sich täglich mit der vom Körper benötigten Mengen der 47 Nährstoffe zu versorgen. So könnten wir auch die Zahl der Risikopatienten reduzieren und damit – auch bei künftigen Erregern, die die Lunge befallen – die Notwendigkeit von Beatmung und Aufenthalten auf den Intensivstationen reduzieren.

 

 

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Joachim Haid

Joachim Haid ist Gründer des Gesundheitsprogramms PaleoMental®, zudem Gesundheitscoach und Heilpraktiker in Ausbildung.

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