Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Von wegen keine Provisionen So setzt sich das Gehalt eines britischen Finanzberaters zusammen

Durchschnittliche Einkünfte eines britischen Finanzberaters.
Durchschnittliche Einkünfte eines britischen Finanzberaters. © Standard Life

Leben sie jetzt nur noch von den Honoraren ihrer Kunden? Dass Provisionen für britische Finanzberater längst nicht der Vergangenheit angehören, zeigt eine Grafik von Standard Life.

|  Drucken
In Großbritannien herrscht seit Jahresbeginn 2013 ein Provisionsverbot für Anlageberater. Die Regelung ist Teil der im Retail Distribution Review (RDR) festgeschriebenen Regelungen für den Vertrieb von Finanzprodukten. Wenn britische Berater keine Provisionen, also keine Zahlungen von Anbietern von Finanzprodukten, mehr entgegennehmen dürfen – leben sie dann zu 100 Prozent von Kundenhonoraren?



Die britische Versicherungsgruppe Standard Life hat zusammengestellt, wie sich das durchschnittliche Gehalt britischer Finanzberater zusammensetzt. Hier sticht ins Auge: Honorare direkt von Kunden machen nur einen relativ kleinen Anteil an den Einnahmen aus. Noch erstaunlicher: Offensichtlich fließen sehr wohl Zahlungsströme zwischen Produktanbietern und Beratern: 30 Prozent der Beratereinkünfte werden durch Plattformen gezahlt, 18 Prozent durch Produktanbieter.

Achtung Verwechselungsgefahr

Was auf den ersten Blick wie Provisionszahlungen anmutet, sei in Wirklichkeit Teil der Honorarvereinbarung, erklärt Standard-Life-Manager Christian Nuschele. Um den administrativen Aufwand zu verschlanken, stellten in Großbritannien Anbieter von Finanzprodukten dem Kunden das Beratungshonorar häufig mit in Rechnung und überwiesen es dann weiter an den Finanzberater. Das könne entweder der Anbieter selbst tun („Fees, die vom Anbieter bezahlt werden“) oder aber eine Plattform, über die Finanzprodukte gehandelt werden („Fees, die durch Plattformen bezahlt werden“).

Werbung


Hier fließen noch „echte“ Provisionen

Klassische Provisionen – bei unabhängigen Maklern oder Mehrfachagenten auch Courtage genannt –, mit denen Produktanbieter die Vermittlungsleistung des Beraters honorieren, flössen dagegen weiterhin bei Bestandsgeschäften. Diese müssten vor Inkrafttreten des RDR, also vor 2013 abgeschlossen worden sein. Und auch im Falle von „Provisionen beziehungsweise Courtagen auf andere Geschäfte“ leisteten Produktanbieter weiterhin Zahlungen an Berater, um Vertragsabschlüsse zu honorieren, so Nuschele. Das widerspreche auch nicht dem Provisionsverbot. Denn dieses gelte lediglich für Altersvorsorge- und Finanzanlageprodukte. Bei anderen Produkten, worunter etwa diverse Versicherungen fielen, dürften Berater nach wie vor Provisionen von Produktanbietern einstreichen.
Phoenix Partnerschaft: die Pläne für Europa
Werbung

Standard Life geht von einem "harten Brexit" im März 2019 aus.

Nigel Dunne, der Geschäftsführer für Standard Life in Europa, erklärt wie die Pläne von Standard Life in der neuen strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe aussehen und was die konkreten Pläne für das Europageschäft sind.

Phoenix Partnerschaft: die Deutschland-Strategie
Werbung

Die Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe steht in den Startlöchern.

Welche Änderungen ergeben sich jetzt für die Kunden und Makler in Deutschland? Und wie sieht die Strategie für das Unternehmen aus?

Gail Izat, Vorstandsvorsitzende von Standard Life Deutschland und Österreich, über die Chancen, die die Partnerschaft mit sich bringt.

Focus Future 2018: Impulse aus dem irischen Versicherungsmarkt
Werbung

Um auf jedes Brexit-Szenario vorbereitet zu sein, plant Standard Life das Europageschäft künftig von Dublin aus zu betreiben. Aus diesem Anlass veranstaltete der Versicherer vor Ort eine Expertenrunde.

Christian Nuschele, Vertriebschef bei Standard Life, spricht im Video-Interview mit Andreas Franik über die entscheidende Rolle, die die irische Hauptstadt für die Standorte in Deutschland, Österreich und Irland haben wird sowie über die Impulse aus dem irischen Versicherungsmarkt.

Erfahren Sie hier mehr.

Mit Weitblick die Vorsorge planen