Volker Anger ist Leiter der Region Deutschland, Österreich und Schweiz bei Goldman Sachs Asset Management. © GSAM
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  • 24.04.2018 um 16:28
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Versicherer sind zunehmend pessimistisch eingestellt, wenn es um die Anlagemöglichkeiten am Kapitalmarkt geht. 50 Prozent stufen die Investmentchancen momentan als nicht allzu rosig ein. 2017 waren es noch 36 Prozent.

Das sind Ergebnisse einer Versicherungsstudie, die der Asset Manager Goldman Sachs nun schon zum siebten Mal durchgeführt hat. Dafür befragten die Autoren 300 Investment- und Finanzchefs globaler Versicherer.

Was ist die Folge dieses Pessimismus? Mehr Versicherer (17 Prozent, gegenüber 10 Prozent im Vorjahr) wollen nun ihre Portfolios risikoärmer aufstellen. Das Risiko erhöhen wollen nur 16 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent). Laut Goldman Sachs Asset Management (GSAM) sei es das erste Mal seit Beginn der Studie im Jahr 2011, dass mehr Befragte das Risiko eher reduzieren wollten statt es zu erhöhen.

„Zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt sehen wir im Jahr 2018 eine Rückkehr der Marktvolatilität. Dies verunsichert die Märkte und lässt Versicherer die aktuelle Investmentlandschaft hinterfragen“, sagt Volker Anger, Leiter der Region Deutschland, Österreich und Schweiz beim Insurance Asset Management von GSAM. „Während der vergangenen Jahre waren niedrige Renditen die Hauptsorge in der Versicherungsbranche. Das sich verändernde wirtschaftliche Umfeld führt nun dazu, dass sich die Versicherer für den Fall eines wirtschaftlichen Abschwungs wieder mehr darauf konzentrieren, ihre Portfolios abzusichern.“

Auch die Inflation rückt bei den Befragten wieder auf das Sorgen-Radar. 85 Prozent der Versicherer meinen, dass die Inflation in den nächsten fünf Jahren eine Herausforderung darstellt. 65 Prozent erwarten, dass die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen bis Ende 2018 auf über 3 Prozent steigen werden.

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