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Vier Anbieter, zwei Modelle Dread Disease: Warum sich ein genauer Blick auf die Kalkulation lohnt

DD-Tarife ähneln sich auf den ersten Blick. Doch eine genaue Prüfung lohnt sich.
DD-Tarife ähneln sich auf den ersten Blick. Doch eine genaue Prüfung lohnt sich. © Getty Images

Die Absicherung gegen schwere Krankheiten (Dread Disease) gilt als Wachstumsfeld im Vertrieb der biometrischen Produkte. Noch ist der Markt recht überschaubar, dennoch gibt es bereits attraktive Impulse und Innovationen.

| , aktualisiert am 29.06.2016 09:51  Drucken
Die Versicherung gegen schwere Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt kommt aus dem angelsächsischen Bereich, wo sie wesentlich höhere Marktanteile besitzt als in Deutschland. Eine Dread-Disease-Versicherung (DD) zahlt bei Eintritt einer im Vertrag definierten schweren Erkrankung die vereinbarte Versicherungssumme. Mit dem Geld kann der Versicherte dann seine Einkommensausfälle ausgleichen, medizinische Zusatzkosten bezahlen oder sein Zuhause bedarfsgerecht umbauen.

Durch die starke Konzentration auf die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) wird die DD erst seit wenigen Jahren richtig wahrgenommen – als Ergänzung und auch als möglicher Ersatz für eine BU, falls letztere nicht zu vermitteln ist. Noch sind Angebot und Wettbewerb bei den DD-Tarifen überschaubar. Ein einheitlicher Standard hat sich noch nicht herauskristallisiert.

Zwar haben viele Versicherer einen Schwere-Krankheiten-Schutz als Ergänzungsbaustein zu anderen biometrischen Produkten wie der BU oder einer Multi-Risk-Versicherung im Angebot. Eigenständig abschließbare Dread-Disease-Policen bieten indes derzeit nur vier Gesellschaften an: Canada Life, die Gothaer, die Zurich und die Bayerische. Die zuvor ebenfalls im DD-Bereich aktive Skandia hat das Neugeschäft eingestellt.
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Beratungsleistung für DD-Produkte besonders wichtig 

DD-Tarife ähneln sich auf den ersten Blick – die üblichen und häufigsten schweren Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall sind in der Regel abgedeckt. Die Unterschiede liegen im Detail. „Wichtig sind Unterschiede beim Zeitpunkt des Leistungseintritts und bei den Leistungsausschlüssen. Die Unterschiede bei den umfangreichen Krankheitsdefinitionen sind für den medizinischen Laien allerdings nicht zu bewerten“, sagte Michael Franke vom Analysehaus Franke & Bornberg im Interview mit pfefferminzia. Ein fachkundiger Berater, der für den Kunden alle Optionen prüft, ist daher unbedingt anzuraten. Zumal es ein eigenes Rating für dieses Produktsegment noch nicht gibt.

Wie bei jeder Personenversicherung sind die persönlichen Merkmale bei der Kostenberechnung entscheidend. Dazu gehören das Alter und die Vorerkrankungen des Kunden, die gewünschte Versicherungslaufzeit und die Versicherungssumme. Je höher das individuelle Krankheitsrisiko, desto teurer ist der Tarif. Rauchen etwa verteuert die Beiträge ebenso wie Vorerkrankungen zu einem Aufpreis führen können. Eine qualitativ solide Dread-Disease-Police ist ab rund 30 Euro Monatsbeitrag erhältlich.

Die Anbieter auf dem deutschen Markt

Canada Life ist am längsten auf dem Markt vertreten und gilt mit dem größten Bestand als Marktführer im DD-Segment. Die „Schwere Krankheiten Vorsorge“ sichert 46 schwere Krankheiten ab und kann auch nach Abschluss flexibel angepasst werden. Die maximale Versicherungssumme liegt bei einer Million Euro (in Ausnahmefällen bis zu 5 Millionen Euro) und das Höchsteintrittsalter bei 69 Jahren.

Die Gothaer deckt mit ihrem Tarif „Perikon“ 50 schwere Krankheiten ab. Das Höchstalter bei Versicherungsbeginn beträgt 60 Jahre, die maximale Versicherungssumme eine Million Euro. Die Zurich bietet ihr DD-Produkt erst seit Ende 2013 an. „Der Eagle Star Krankheits Schutzbrief“ sichert 45 Krankheiten mit voller Versicherungsleistung und 21 weitere Erkrankungen mit einer Teilleistung von maximal 15.000 Euro ab. Das maximale Eintrittsalter liegt bei 60 Jahren, die maximale Versicherungssumme beträgt 2 Millionen Euro.

Wie ist die Police konzipiert?

Ein wichtiges Kriterium: Einige Dread-Disease-Angebote sind fondsgebundene Policen. So werden die Beiträge bei der Canada Life und der Gothaer in Investmentfonds angelegt, die der Kunde zu großen Teilen mitbestimmen kann. Das bedeutet, dass die Höhe des Beitrags unter anderem von der Wertentwicklung der Fonds abhängt. Entwickeln sich die Fondsanlagen gut, kann ein Guthaben entstehen, dass der Versicherte etwa bei einer Kündigung ausbezahlt bekommt.

Der Nachteil: „Die Höhe der Beiträge steigt, wenn die Wertentwicklung der Fonds negativer ist als angenommen“, sagt Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen. In volatilen Börsenphasen ist das immer öfter der Fall. Neben der Zurich, ging die Bayerische daher seit der Markteinführung 2012 einen anderen Weg und setzt bei der DD auf ein klassisches Produkt und eine sichere Kalkulation (siehe dazu Interview mit Maximilian Buddecke).

Bei „Premium Protect“ sind die Beiträge garantiert und insgesamt 38 Krankheiten abgesichert. Das Höchsteintrittsalter beträgt bei der Bayerischen 65 Jahre, die Höchstversicherungssummen ist nach oben offen, aber auf maximal das Fünffache des Bruttojahreseinkommens begrenzt. Als einziger Anbieter bietet die Bayerische zudem bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit an, die Police kostenfrei weiterzuführen.
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