Der Versicherungsverband GDV wertet die Zahlen der jüngsten Vertriebswegestatistik als klares Zeichen, „wie wichtig die Beratung von hochqualifizierten Vermittlern für die Verbreitung von Risikoschutz und Altersvorsorge in der Bevölkerung ist“.  © picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose
  • Von Lorenz Klein
  • 21.08.2020 um 11:32
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Die Versicherungsmakler in Deutschland haben 2019 ihren Marktanteil im Neugeschäft in den Sparten Leben sowie Schaden/Unfall im Vergleich zum Vorjahr leicht ausbauen können. Dem steht ein etwas größeres Minus in der Krankenversicherung gegenüber, wie die aktuelle Vertriebswegestatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft zeigt.

Versicherungsmakler bilden hierzulande auch weiterhin eine wichtige Säule, wenn es um die Vermittlung von Versicherungsverträgen geht. Laut der Vertriebswegestatistik 2019, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag veröffentlichte, konnten die Makler in zwei von drei Sparten ihren Marktanteil im Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr leicht ausbauen.

Demnach entfielen 29,0 Prozent des Leben-Neugeschäfts und 26,2 Prozent des Schaden-Unfall-Geschäfts auf Makler – jeweils gemessen an der Beitragssumme. Das entspricht einer Steigerung um 0,4 Prozentpunkte beziehungsweise 0,3 Prozentpunkte (siehe Grafik). In der Krankenversicherung fielen die Makler um 0,5 Prozentpunkte auf 26,4 Prozent zurück (siehe Grafik).

Insgesamt betrachtet sei das Neugeschäft in der Lebensversicherung im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, teilte der GDV mit. Dabei behaupten die Einfirmenvermittler trotz geringer Verluste mit 38,5 Prozent ihren Vorsprung im Ranking der Vertriebswege, bestehend aus Einfirmenvermittler, Mehrfachvertreter, Makler, Kreditinstitute, Direktvertriebe und Sonstige.

Vor allem im Neugeschäft mit Riester-Verträgen genießen Einfirmenvermittler mit einem Marktanteil von 50 Prozent eine starke Stellung (siehe Grafik).

Die Tatsache, dass der größte Anteil des Versicherungsneugeschäfts unverändert auf Kanäle mit persönlichem Kundenkontakt entfällt, deutet der Verband als klares Zeichen, „wie wichtig die Beratung von hochqualifizierten Vermittlern für die Verbreitung von Risikoschutz und Altersvorsorge in der Bevölkerung ist“. Zugleich werde deutlich, dass es den Vermittlern gut gelinge, „sich auf die Erwartungen der Kunden an Service und Kommunikation einzustellen“, heißt es weiter.

Unsicherheitsfaktor Corona

Hingegen seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Vertriebswege noch offen, meint GDV-Geschäftsführer Jörg Asmussen. So wisse man noch nicht, wie sich das „Social Distancing“ in der persönlichen Beratung dauerhaft auswirke. „Ich bin gespannt, ob der Vertrieb dadurch in diesem Jahr einen Digitalisierungsschub erfährt“, so Asmussen.

Direktvertrieb weiter stark im Kfz-Neugeschäft

In der Kraftfahrzeugversicherung behält wiederum der Direktvertrieb seine signifikante Rolle. Viele Kunden schließen Kfz-Versicherungen online direkt bei einem Versicherer oder über ein Vergleichsportal ab. Knapp ein Fünftel des Neugeschäftsvolumens in der Kfz-Versicherung kommt so zustande. Allerdings sinkt der Anteil mit 19,3 Prozent erstmals leicht und fällt auf den Stand von 2017 zurück.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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