Versicherer und ihre Kapitalanlagen Der Druck hält an

Die Lebensversicherer werden weiter mit niedrigen Margen bei ihren Kapitalanlagen zu kämpfen haben. Selbst dann, wenn die Zinsen langsam wieder zu steigen beginnen, glauben die Analysten von Fitch Ratings.

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Fitch erwartet keine schnelle Trendwende bezüglich der Erträge aus Kapitalanlagen. Der Grund: Die Renditen neuer festverzinslicher Anlagen werden noch für einige Zeit unter den Renditen auslaufender Anleihen liegen. Trotzdem glauben die Fitch-Analysten, dass die von Fitch gerateten deutschen Lebensversicherer selbst in einer langen Niedrigzinsphase die Garantieverzinsung für ihren Kunden werden gewährleisten können. Den Ausblick für die Ratings setzte Fitch deshalb auf „stabil“.

Die 2011 eingeführte Zinszusatzreserve schütze zwar die Versicherer gegen die Belastungen eines anhaltenden Niedrigzinsumfelds, belaste aber die Solvabilitätsquoten der Unternehmen zusätzlich. Fitch erwartet, dass der Druck auf das Kapital anhalten wird, weil auch für 2014 eine Zuführung zur Zinszusatzreserve zu erwarten ist.

Für das kommende Jahr erwartet Fitch ein leicht steigendes Neugeschäft, unter anderem gestützt durch neue Produkte. Für 2013 hingegen erwarten die Experten einen Rückgang im Neugeschäft bei laufenden Beiträgen. Ende 2011 und 2012 gab es Schlussverkäufe getrieben durch die Absenkung des Rechnungszinses zum 1. Januar 2012 und durch die Einführung der Unisex-Tarife am 21. Dezember 2012. Solch einen Effekt gibt es dieses Jahr nicht.

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