Gehen bald die Lichter aus? Viele Kleinvermittler fühlen sich durch die hohe Regulatorik in ihrer Existenz bedroht. © dpa
  • Von Lorenz Klein
  • 07.08.2019 um 17:14
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Am Montag hatte Pfefferminzia berichtet, dass gut jeder dritte Versicherungsvermittler mit seinem Geschäft einen Jahresgewinn von weniger als 50.000 Euro vor Steuern erwirtschaftet. Das Leser-Echo war gewaltig – darunter auch die E-Mail eines Maklers, in der beispielhaft vorgerechnet wurde, was von 50.000 Euro am Ende eigentlich übrigbleibt. Hier kommen die Details.

„50.000 Euro reichen längst nicht aus und die Sozialhilfe beziehungsweise Altersarmut des Maklers ist programmiert. Und: In der Regel arbeitet die Ehefrau bei vielen Maklern schon mit, um dieses Ergebnis zu erreichen, die Perspektive für die Zukunft ist = 0.

Die Haftung, Dokumentation, Kostenentwicklung, Registrierung, jährliche Prüfungsgebühren IHK/Wirtschaftsprüfer etc. werden es einem kleinen Makler nicht ermöglichen, zu überleben.

Die über Jahre und Jahrzehnte aufgebauten Bestände sind so gut wie nichts mehr wert und stellen eher noch ein Haftungsrisiko mit enormen Betreuungsaufwand dar.“

Dabei betont der Makler, dass seine Berechnungen „lediglich eine sehr einseitige Betrachtung“ seien. „Auf die Hauptprobleme der sich ständig verschlechternden Rahmenbedingungen wird hier nicht eingegangen.“

Leser Dennis E. gibt via Facebook zu bedenken, dass in der BVK-Umfrage nicht ersichtlich sei, wie das Verhältnis von Haupt- und Nebenberuflern sei. So gebe es in der Branche „bis heute noch viele Nebenberufler, für die ein niedriger Gewinn bei gleichzeitig bestehender hauptberuflicher sozialversicherungspflichtiger Tätigkeit ausreichend wäre“.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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