Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Verbraucherschützer zum IDD-Umsetzungsentwurf „Nur ein Provisionsverbot kann Falschberatungen verhindern“

Dorothea Mohn ist Finanzexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands.
Dorothea Mohn ist Finanzexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands. © VZBV

Auch die Verbraucherschützer haben sich nun zum Umsetzungsentwurf der EU-Richtlinie zum Versicherungsvertrieb (IDD) geäußert. Sie fordern eine strengere Überwachung von Vermittlern über die Finanzaufsichtsbehörde Bafin. Und eine Abschaffung von Provisionen bei Kranken- und Lebensversicherungen.

|  Drucken
„Die Marktaufsicht über den Versicherungsvertrieb liegt zurzeit bei den Industrie- und Handelskammern. Eine wirkliche Marktaufsicht ist aber leider nicht erkennbar. Damit wäre es konsequent, die Aufsicht über den gesamten Versicherungsvertrieb in die Hände der Bafin zu legen“, sagt Dorothea Mohn, Finanzexpertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV).



Der VZBV hat sich nun, wie zahlreiche andere Verbände und Organisationen auch, zum IDD-Umsetzungsentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums geäußert. Eine wirkungsvolle Marktaufsicht über den Versicherungsvertrieb fehle derzeit, heißt es in einer Pressemitteilung.

Provisionen bei Kranken- und Lebensversicherungen verbieten

Auch bei den Provisionen fordern die Verbraucherschützer Änderungen. Die IDD beschreibe zwar den Interessenkonflikt, der durch den Provisionsvertrieb entstehe, löse ihn aber nicht. „Die beiden Hauptziele der Richtlinie, eine hohe Beratungsqualität und einen Vertrieb im bestmöglichen Kundeninteresse zu erreichen, werden so nicht erreicht“, heißt es weiter.

„Beim Verkauf von privaten Kranken- und Lebensversicherungen verdienen die Vermittler nur über Provisionszahlungen. Diese werden erst bei Vertragsabschluss gezahlt. Diese Versicherungen sind deshalb besonders anfällig dafür, Fehlanreize für den Verkauf zu setzen. Nur ein Provisionsverbot kann Fehl-und Falschberatungen verhindern“, so Mohn.
Phoenix Partnerschaft: die Pläne für Europa
Werbung

Standard Life geht von einem "harten Brexit" im März 2019 aus.

Nigel Dunne, der Geschäftsführer für Standard Life in Europa, erklärt wie die Pläne von Standard Life in der neuen strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe aussehen und was die konkreten Pläne für das Europageschäft sind.

Phoenix Partnerschaft: die Deutschland-Strategie
Werbung

Die Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe steht in den Startlöchern.

Welche Änderungen ergeben sich jetzt für die Kunden und Makler in Deutschland? Und wie sieht die Strategie für das Unternehmen aus?

Gail Izat, Vorstandsvorsitzende von Standard Life Deutschland und Österreich, über die Chancen, die die Partnerschaft mit sich bringt.

Focus Future 2018: Impulse aus dem irischen Versicherungsmarkt
Werbung

Um auf jedes Brexit-Szenario vorbereitet zu sein, plant Standard Life das Europageschäft künftig von Dublin aus zu betreiben. Aus diesem Anlass veranstaltete der Versicherer vor Ort eine Expertenrunde.

Christian Nuschele, Vertriebschef bei Standard Life, spricht im Video-Interview mit Andreas Franik über die entscheidende Rolle, die die irische Hauptstadt für die Standorte in Deutschland, Österreich und Irland haben wird sowie über die Impulse aus dem irischen Versicherungsmarkt.

Erfahren Sie hier mehr.

Mit Weitblick die Vorsorge planen