Verbraucherschützer warnen vor Kombi-Paketen Welche Versicherungen man im Urlaub wirklich braucht

Familienurlaub auf Helgoland.
Familienurlaub auf Helgoland. © Getty Images

Auslandsreisekranken-, Reiserücktritts- oder Mallorca-Police? Wer in Urlaub fährt, sollte sich ein paar Gedanken über den passenden Versicherungsschutz machen. Verbraucherschützer warnen dabei vor Kombi-Tarifen. Zu Recht? Hier gibt es ein paar Tipps.

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Der Südkurier berichtet in Zusammenarbeit mit Verbraucherschützern darüber, welche Versicherungen für den Urlaub wirklich wichtig sind. Eine Auslandsreise-Krankenversicherung halten die Verbraucherschützer dabei für die einzig wichtige Urlaubsversicherung. Sie übernimmt im Ausland die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht gedeckten Kosten.

Reiserücktritts- und Reisegepäckversicherungen sowie Schutzbriefe und Mallorca-Police seinen danach eher „nice to have“.

Welche Versicherung im Einzelfall empfehlenswert ist, ist stets eine Entscheidung, die in Abhängigkeit zur individuellen Situation getroffen werden muss. Deshalb kann es keine Generalisierung in Versicherungsfragen geben. So bietet sich eine Reiserücktrittsversicherung bei all denjenigen an, die aufgrund von kurzfristigen Ereignissen ihren Urlaub nicht antreten können. Familien mit kleinen Kindern können  hier ebenso betroffen sein wie Selbstständige.

Ob man diese im Paket mit der Reise abschließt oder gesondert versichert, ist dann eine Frage der versicherten Leistungen: Gleich welche Versicherung man für sich nutzen möchte, sollte man stets den Gegenwert der Prämie – die versicherten Leistungen – miteinander vergleichen und sich dann für oder gegen einen Anbieter entscheiden.

Damit Sie optimal versichert in den Urlaub reisen können, kommen hier drei Tipps:

1.    Nicht verunsichern lassen! Oft gibt es saisonal abhängig Berichte darüber, welche Versicherungen wichtig und welche unwichtig seien. Dabei  ist ein Versicherungsvertrag in der Regel eine Entscheidung, die für mindestens ein Jahr Bestand hat. Deshalb sollte man gründlich überlegen, wie man sich absichert. Medienberichte können dabei unterstützen, sollten jedoch nicht dazu beitragen, überstürzt zu handeln.

2.    Versicherungen kauft man bei Vermittlern! Man sollte gar nicht glauben, wie oft Kunden im Reisebüro schnell noch eine Versicherung abschließen. Besser wäre es, sich mit seinem Berater auszutauschen. Dieser kennt bestehende Absicherungen und kann das Risiko einer Überversicherung vermeiden.

3.    Nehmen Sie sich Zeit! Eine Versicherung sollte man nicht abschließen, weil ein Ereignis unmittelbar bevor steht. Kunden sollten jährlich prüfen, welche Absicherung zu ihrer aktuellen Lebenssituation passt. Wer absehen kann, im Folgejahr keinen Urlaub im Ausland zu unternehmen, sollte sich selbst fragen, ob er die Auslandsreisekrankenversicherung nicht vorübergehend kündigt.
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