Verband der Krankenhausdirektoren „Immer aggressivere Rechnungskürzungen“ durch die Krankenkassen

Instrumente liegen im Diakonie Klinikum Hamburg für eine OP bereit: Klinikdirektoren sehen sich immer häufiger mit Rechnungskürzungen seitens der Krankenkassen konfrontiert.
Instrumente liegen im Diakonie Klinikum Hamburg für eine OP bereit: Klinikdirektoren sehen sich immer häufiger mit Rechnungskürzungen seitens der Krankenkassen konfrontiert. © dpa/picture alliance

Die Krankenhäuser seien immer häufiger mit Rechnungskürzungen seitens der Krankenkassen konfrontiert. Das gibt der Verband der Krankenhausdirektoren an. Der Verband sieht darin eine Fehlentwicklung des Kassenwettbewerbs.

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Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) wirft den Krankenkassen vor, Rechnungen „immer aggressiver“ zu kürzen. Dabei gehe es den Prüfern in vielen Fällen nicht um Qualität oder angeblich falsche Berechnung von Leistungen.

Vielmehr scheine die Strategie zu sein, die Notwendigkeit von Behandlungen und stationären Aufenthalten der Patienten infrage zu stellen, um die Bezahlung der Leistungen ganz oder teilweise verweigern zu können, heißt es vom VKD.

„Eine Krankenkasse ist keine Sparkasse“, so VKD-Präsident Josef Düllings vor dem Hintergrund steigender Reserven. „Der größte Teil der Mittel muss, von den Versicherten erhoben, in die Patientenversorgung fließen.“

Zukunft der Gesundheitsversorgung gefährdet

Der VKD hält es für absurd, dass die Versicherten Zusatzbeiträge schultern müssten, auf welche die Krankenkassen dann Negativzinsen zahlen. 

„Das hat nichts mit Sparen zu tun, sondern ist eine Fehlentwicklung des Kassenwettbewerbs, der am Ende die Zukunftsfähigkeit unserer Gesundheitsversorgung gefährdet“, ist Düllings überzeugt.

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