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US-Internetgigant wäre „spannender Partner“ DKV-Chef Muth fürchtet sich nicht vor Amazon

Clemens Muth, Ergo-Vorstand und Chef des Krankenversicherers DKV.
Clemens Muth, Ergo-Vorstand und Chef des Krankenversicherers DKV. © Ergo

Nach Axa und Allianz nun auch Ergo – derzeit scheinen Versicherungsunternehmen sehr darum bemüht, sich dem Online-Riesen Amazon als möglichen Verbündeten anzudienen. „Amazon wäre schon ein spannender Partner“, sagte Ergo-Vorstand Clemens Muth, zugleich Chef des privaten Krankenversicherers DKV, in einem Interview.

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Nun ist also auch Ergo-Vorstand Clemens Muth einen öffentlichen Flirt mit dem US-Versandgiganten Amazon eingegangen. Zuvor hatten neben Axa-Chef Thomas Buberl auch Allianz-Chef Oliver Bäte in der Öffentlichkeit über eine mögliche Kooperation mit dem potenziellen Konkurrenten von morgen sinniert. „Amazon ist viel wichtiger für uns, als es die traditionellen Wettbewerber sind“, sagte Bäte im Februar.

Amazon bietet in den USA bereits Krankenversicherungen an. Wird in Deutschland bald ähnliches geschehen? Muth, der den Ergo-Krankenversicherer DKV leitet, gibt sich in dieser Frage gelassen. „Ich glaube nicht, dass wir Amazon hier so schnell sehen werden“, sagte er in einem Interview mit dem Handelsblatt. „Aber wenn doch, bitte sehr: Wir nehmen es in der Krankenversicherung mit jedem auf.“

„Es zeigt, dass Krankenversicherung ein interessantes Geschäftsmodell ist“

Allerdings hält es Muth auch für möglich, dass Amazon hierzulande Partnerschaftsmodelle mit der Branche anstreben könnte, die auch für die Ergo interessant seien. Er lese aus der Aktivität von Amazon erst einmal eine positive Botschaft heraus, sagte der DKV-Chef. „Es zeigt, dass Krankenversicherung ein interessantes Geschäftsmodell ist“, so Muth. Er könne sich hier viele Lösungen vorstellen. Und weiter: „Amazon wäre schon ein spannender Partner.“

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