Urteil Vienna Life muss 80.000 Euro erstatten

Die Vienna Life Lebensversicherung aus Liechtenstein muss einem Kunden 80.000 Euro zurückzahlen. Dazu ist sie am 28. Oktober 2013 vom OLG Nürnberg/Fürth verurteilt worden.

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Was ist da passiert? Ein Kunde hatte mit der von ihr verkauften British Primes Investments Life One Dynamic Lebensversicherung mit Vermögensverwaltung 80.000 Euro Miese eingefahren. Die in der Police enthaltenen Fonds hatten ein sattes Minus von 98 Prozent hingelegt. Das geht nicht, urteilte das OLG. Das Urteil ist rechtskräftig, eine Revision nicht zugelassen.

Weitere Geschädigte müssen sich aber laut BEMK Rechtsanwälte sputen. Möglicherweise laufe die Verjährungsfrist zum 31. Dezember 2013 ab. Bis zu diesem Datum müsse eine Klage eingereicht werden. Und zwar am Wohnort des jeweiligen Geschädigten und nach deutschem Recht. Nach dem genannten Termin stehe der Versicherer nicht mehr für Haftungsansprüche zur Verfügung.  Geschädigte könnten sich in diesem Fall nur noch mit den Vermittlern auseinandersetzen – falls diese über das nötige Kleingeld oder eine Haftpflichtpolice verfügen.

BEMK kennt nach eigenen Angaben nicht das ganze Ausmaß des Schadens, etwa wie viele Lebensversicherungen mit Vermögensverwaltung der Vienna Life Lebensversicherung seinerzeit über European Primes abgeschlossen wurden. Die in der Presse erwähnten achtstelligen Summen könne man wir daher weder bestätigen noch verneinen.

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