Urteil Kfz-Versicherer muss trotz verschwiegener Vorschäden zahlen

Ein Mann meldete seiner Versicherung nach einem Unfall nicht, dass es Vorschäden gab. Erst durch ein Gutachten noch vor der Regulierung kam der Schaden ans Licht. Die Versicherung wollte nicht zahlen – das Oberlandesgericht Köln entschied am Ende aber zugunsten des Autofahrers.

| , aktualisiert am 27.02.2017 09:58  Drucken

Was ist geschehen?

Ein Autofahrer hat einen Wildunfall. Seine Kaskoversicherung soll den Schaden bezahlen. In dem Fragebogen gibt er an, dass es mehrere reparierte Vorschäden gegeben hat. Nach den noch nicht reparierten Vorschäden fragt sie Versicherung zwar, bekommt aber keine Antwort.

Später, allerdings noch vor der Schadensregulierung, sendet ihr der Mann ein Gutachten eines Sachverständigen. Das weist auch zusätzlich auf einen noch nicht reparierten Schaden hin – die Versicherung will nun wegen falscher Angaben nicht zahlen. Der Fall landet vor Gericht.

Das Urteil

Die Richter des Oberlandesgerichts Köln stellen sich schlussendlich auf die Seite des Autofahrers (Aktenzeichen: 9 U 4/16). Seine Aussagen seien zwar falsch gewesen, er habe sie aber dennoch durch das Gutachten rechtzeitig berichtigt.

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