Urteil 2.100 Euro Strafe für Fahrten ohne Kfz-Versicherung

Eine Statue der Justitia: Versichertes Fahren ist in Deutschland Pflicht - in diesem Fall musste ein Mann aus Menden das auf die harte Tour lernen.
Eine Statue der Justitia: Versichertes Fahren ist in Deutschland Pflicht - in diesem Fall musste ein Mann aus Menden das auf die harte Tour lernen. © dpa/picture alliance

Für einen Autofahrer aus Menden ging es zum dritten Mal vor Gericht. Grund: Er fuhr im August 2016 ohne Kfz-Versicherung zur Arbeit und zurück – und das mehr als 50 Mal. Das Amtsgericht Menden verdonnerte ihn nun zu einer Geldstrafe.

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Was ist geschehen?

Ein 55-jähriger Mann aus Menden (Nordrhein-Westfalen) fährt im August 2016 mindestens 50 Mal Auto, ohne vorher eine Kfz-Versicherung abzuschließen. In Deutschland ist eine solche Police allerdings Pflicht.

Bereits zuvor ist er wegen ähnlicher Taten aufgefallen – es ist bereits das dritte Mal, dass er sich vor Gericht verantworten muss, berichtet die Westfalenpost.

Das Urteil

Vor Gericht erklärt der Mann, er habe gewusst, dass keine Versicherung bestand. Sein Handeln war also vorsätzlich. Als Begründung gab er an, kein Geld gehabt zu haben. Er habe seinen Arbeitsplatz nicht gefährden wollen und sei auf das Auto angewiesen gewesen.

Der Richter des Mendener Amtsgerichts entscheidet schlussendlich, dass der Mann eine Geldstrafe von 2.100 Euro zahlen muss. Das ist weit mehr als eine Versicherung gekostet hätte.

Der Angeklagte will die Summe nun in monatlichen Raten von 100 Euro abzahlen. „Ich möchte das alles schnell hinter mich bringen, denn ich habe einen neuen Arbeitsplatz und möchte diesen nicht gefährden“, erklärt er während der Verhandlungen.

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