Unfall-Studie zeigt "Zigarette danach" nicht gefragt

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Im Oktober wird es wieder früher dunkel und auch die Witterungsverhältnisse verschlechtern sich: nasse Straßen und teilweise schlechte Sichtverhältnisse machen es den Autofahrern schwer. In den Herbst- und Wintermonaten kracht und scheppert es daher vermehrt auf Deutschlands Straßen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegen die Unfallzahlen bis zu 20 Prozent höher als im Frühjahr und den Sommermonaten.

Im Auftrag der Gothaer Versicherung erstellte die GfK daher eine Meinungsumfrage zu Fakten rund um den Unfall. Zur Umfrage „Was interessiert die Deutschen nach einem Unfall am meisten – und womit lassen sie sich am ehesten beruhigen?“ wurden über 1.000 deutsche Autofahrer befragt.

Im Falle eines Unfalls: Was beruhigt – was interessiert?

Das Ergebnis der Umfrage ist eindeutig: Über zwei Drittel der Autofahrer gaben an, dass sie eine vertraute Person am ehesten beruhigen könnte. Telefoniert wird zu knapp 60 Prozent mit dem Ehepartner, zu 17 Prozent mit den Eltern. Rund 10 Prozent rufen ihre Versicherung an –den Anwalt mit 2,3 Prozent die wenigsten. Erstaunlicherweise ist die „Zigarette danach“ nicht ganz so wichtig: Nur jeder 6. Befragte sagte eine Zigarette würde helfen.

Bei der Frage was die Betroffenen unmittelbar nach dem Unfall am meisten interessieren würde, geht der erste Gedanke an die Gesundheit. 45,1 Prozent der Befragten sind Informationen über typische Unfallfolgen besonders wichtig. Auch wichtig sind Hintergrundwissen zu Schadensersatzansprüchen und Autoreparaturen: Die einzelnen Ergebnisse (Angaben in Prozent): Ich hätte gerne Informationen zu... Gesundheitsvorsorge (z.B. Unfallfolgen)

45,1

Ansprüche (z.B. Schadenersatz)

23,2

Reparatur (z.B. Werkstatt)

19,2

Konsequenzen (z.B. Bußgelder)

7,7

Weiß nicht

4,8

Unfälle häufen sich besonders im Herbst

Um die 2,4 Millionen Verkehrsunfälle verzeichnet das Statistische Bundesamt jährlich. Dabei zeigt sich eindrücklich, dass in den Herbstmonaten die meisten Unfälle auf deutschen Straßen passieren. 2012 waren es zwischen im Oktober, November und Dezember jeweils über 200.000 Unfälle. Der Gothaer Schadensexperte Heribert Doch bestätigt: „Dunkelheit und nasse Straßen erhöhen das Risiko beträchtlich. Im Januar haben sich die meisten Verkehrsteilnehmer an die erschwerten Verhältnisse in der Dunkelheit gewöhnt, dann sinken die Unfallzahlen wieder.“

Der Experte rät daher:

  • Warnen: Nach dem Unfall sollte sofort die Warnblickanlage eingeschaltet und das Warndreieck aufgestellt werden. Nach dem Verlassen des Fahrzeuges sollten alle Personen sofort eine Warnweste anlegen und hinter die Leitplanke gehen
  • Helfen: Sollten Personen bei einem Unfall verletzt worden sein, sollten diese zuerst vorsorgt und außer Gefahr gebracht werden.
  • Melden: Die Polizei (110) sollte bei erheblichem Sachschaden, Unfällen unter Alkoholeinfluss, oder bei Unfällen mit Verletzten oder Toten sofort gerufen werden.
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