Und dann kam der Tod Warum Niedrigzinsen auch den Hinterbliebenen-Schutz bedrohen

Beerdigung: Wenn der Tod da ist, ist es zu spät. Über einen Hinterbliebenenschutz sollten vor allem Familien nachdenken.
Beerdigung: Wenn der Tod da ist, ist es zu spät. Über einen Hinterbliebenenschutz sollten vor allem Familien nachdenken. © Getty Images

Soll die Familie im Todesfall finanziell abgesichert sein, dann eignet sich die Risikolebensversicherung. Allerdings haben lediglich 13 Prozent der Deutschen einen solchen Schutz. Viel verbreiteter war bislang die integrierte Todesfallvorsorge in Kapitallebensversicherungen. Warum sich dieses Konzept jedoch inzwischen als Problem erweist.

| , aktualisiert am 17.12.2015 17:37  Drucken
Seit 2006 ging der Besitz von Kapitallebensversicherungen von 41 auf 32 Prozent zurück. Der Grund: Die niedrigen Zinsen machen das Produkt immer unbeliebter. Das hat eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts You Gov ergeben.

Der Rückgang an Sparverträgen hat eine zusätzliche Nebenwirkung, denn Kapitallebenspolicen sind oft mit einem Todesfallschutz kombiniert. „Auf den Risikoschutz für Hinterbliebene sollte dennoch nicht verzichtet werden. Das Thema darf daher in Beratungsgesprächen nicht fehlen“, betont You-Gov-Vorstand Oliver Gaedeke.

Bei welcher Zielgruppe Risikolebenspolicen nachgefragt sind

Sechs von zehn neuen Risikoleben-Kunden haben eigene Kinder, mit denen sie zusammen leben. Zudem haben Neukunden ein überdurchschnittliches monatliches Haushaltsnettoeinkommen. Nichtsdestotrotz sind preiswerte Policen gefragt. So suchen 54 Prozent der Interessenten verstärkt bei kostengünstigen Versicherern.

Zum Thema Risikoleben befragte You Gov zirka 348 Personen. Die Studie führte das Institut in den Jahren 2006 bis 2014 durch.
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