Fast jeder Makler hat Selbstständige unter seinen Kunden, doch nur wenige haben sich auf diese umfangreiche Gruppe spezialisiert. Denn die Beratung Selbstständiger ist komplexer als die von Angestellten. Branchen und Status sind sehr unterschiedlich, ein Gründer benötigt andere Lösungen als ein etablierter Unternehmer, ein Handwerker hat anderen Bedarf als ein Journalist.



„Oft fehlt der Berufsgruppe der Selbstständigen das Bewusstsein für die eigene Altersvorsorge, die Absicherung der eigenen Arbeitskraft oder auch die Notwendigkeit einer Krankenversicherung. Häufig wird in diesen Punkten gar keine oder zu wenig Vorsorge betrieben und dabei nach der günstigsten Möglichkeit geschaut“, fasst Carmen Pfeiffer, Produktmarketing Gewerbe/Industrie der Basler Versicherungen, die Sachlage zusammen.

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Selbstständige Kunden haben laut einer Umfrage der Generali die größte Angst vor Unfall und Krankheit, die ihnen ihre berufliche Existenz schnell rauben kann. Kein Wunder – Selbstständige stehen unter Erfolgsdruck und sind dadurch starkem Stress ausgesetzt. Das kann Auswirkungen auf die Gesundheit haben – auch langfristig. Daher ist die Absicherung besonders vieler Krankheiten sinnvoll, und das biometrische Risiko steht im Beratungsgespräch ganz oben auf der Liste der wichtigsten Absicherungen.

Selbstständige verlassen sich hier gern auf die Standeslösungen ihrer Berufe, was zu kurz greifen kann. „In der BU gibt es bei den meisten Versorgungswerken keine Teilerwerbsminderungsrente und wesentlich härtere Kriterien für den Leistungsfall – nämlich die komplette Berufsaufgabe“, weiß Hendrik Stoltenberg, TGI Finanzpartner. Viele dieser Verträge sehen eine Umorganisation der Arbeitsabläufe eines Selbstständigen vor, hier sollten unbedingt vorab Bedingungen verglichen werden.