Umfrage zur Hilfsbereitschaft Drei Viertel der Autofahrer helfen bei einer Panne nicht

Günther Jauch (links) und Thomas Gottschalk würden sich die Deutschen am ehesten als Pannenhelfer wünschen.
Günther Jauch (links) und Thomas Gottschalk würden sich die Deutschen am ehesten als Pannenhelfer wünschen. © Getty Images

Die meisten Autofahrer fahren einfach vorbei, wenn sie am Straßenrand ein liegengebliebenes Auto sehen. Und das, obwohl 80 Prozent laut einer Umfrage des Vergleichsportals Financescout24 selbst schon mal eine Panne hatten.

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Nur jeder Vierte hilft einem Autofahrer bei einer Panne. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Vergleichsportals Financescout24, für die das Marktforschungsinstitut Innofact mit 1.043 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren sprach. Demnach haben lediglich 26 Prozent der Befragten selbst schon einmal angehalten und geholfen, wenn ein anderer Autofahrer liegengeblieben war.

Dabei halfen die meisten Befragten (39 Prozent) nach eigenen Angaben nicht, weil  bereits ein anderer Pannenhelfer am Werke war. 28 Prozent trauten sich nicht zu, fachmännisch helfen zu können. 18 Prozent der Frauen gaben jedoch auch an, aus Angst und Bedenken nicht geholfen zu haben. Damit sind Frauen doppelt so ängstlich wie Männer – aber auch fast doppelt so aufmerksam. Denn lediglich 9 Prozent der Frauen sagten, die Panne zu spät gesehen zu haben. Dagegen übersahen von den befragten Männern 15 Prozent das Pannenfahrzeug.

Auch wenn nur jeder Vierte hilft, kennen vier von fünf Deutschen die Situation, eine Panne zu haben, aus eigener Erfahrung. Dabei haben Männer (84 Prozent) öfter eine Autopanne als Frauen (78 Prozent). Meistens lag das an einem platten Reifen (36 Prozent). Vor allem Männern ging mit 45 Prozent öfter die Luft aus als Frauen (28 Prozent). Bei gut einem Drittel der Befragten war eine leere Batterie der Pannengrund. Hier traf es Frauen genauso häufig wie Männer. Dagegen überschätzen Männer die Reichweite ihres Tanks häufiger als Frauen. So blieben 13 Prozent der Männer aus diesem Grund liegen – aber nur 9 Prozent der befragten Frauen.

Haben die Deutschen eine Panne, wollen sie als prominenten Pannenhelfer am liebsten Talkmaster Günther Jauch oder Thomas Gottschalk (je 22 Prozent). Beide stehen bei den Frauen jedoch höher in der Gunst (28 Prozent) als bei den Männern (15 Prozent). Aber auch Bayern-Stürmer Thomas Müller (14 Prozent), Moderator Stefan Raab (13 Prozent) oder Sängerin Helene Fischer (9 Prozent) dürfen den Befragten gerne helfen. Letztere ist dabei wiederum bei den Männern (15 Prozent) angesagter als bei den Frauen (5 Prozent). Lediglich 2 Prozent würden sich über Angela Merkel als Pannenhelfer freuen.

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