Umfrage zur Altersvorsorge Bundesbürger verlieren Vertrauen in die gesetzliche Rente

Der damalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm bei der berühmten Plakataktion 1986, die den Satz prägte: Die Rente ist sicher.
Der damalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm bei der berühmten Plakataktion 1986, die den Satz prägte: Die Rente ist sicher. © dpa/picture alliance

Immer mehr Menschen zweifeln daran, dass die gesetzliche Rente später einmal für ein gutes Rentnerleben reichen wird. Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, hat nur noch rund ein Drittel Vertrauen in die Absicherung vom Staat. Gerade junge Leute zeigen hier Skepsis.

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Nur rund ein Drittel der Bundesbürger glaubt noch an die gesetzliche Rente. Starke Zweifel daran, dass die Absicherung vom Staat ihnen später mal ein auskömmliches Leben sichern kann, haben vor allem junge Leute zwischen 18 und 34 Jahren. Hier meinen nur 22 Prozent, dass sie von der Rente später mal gut leben können werden. Das zeigt eine Umfrage unter 1.046 Wahlberechtigten der Meinungsforscher von TNS Infratest im Auftrag der IG Metall.


Die Skepsis bezieht sich dabei nicht nur auf die eigene Rente, viele Befragte ziehen das ganze System in Zweifel. Nur gut ein Drittel der 18- bis 34-Jährigen zeigte großes oder sehr großes Vertrauen ins Rentensystem, während 60 Prozent wenig oder kein Vertrauen haben.

Laut der Umfrage ist das Gros der Befragten, rund drei Viertel, durchaus bereit, höhere Beiträge zu bezahlen, wenn man dann seinen Lebensstandard im Alter annähernd halten könnte. Auch Selbstständige und Beamte sollten rein in die gesetzliche Rentenversicherung, finden die Befragten. 79 Prozent halten das für eine gute Idee.
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