Geld zu Hause im Sparschwein parken? In Zeiten hoher Inflation ist das keine gute Idee. © Syda_Productions/Freepik.com
  • Von Karen Schmidt
  • 23.11.2022 um 12:21
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Bei ihrer Geldanlage berücksichtigen viele Bundesbürger nicht, dass diese die Inflation so gut es geht ausgleichen sollte. Das liegt auch daran, dass vielen Menschen nicht bewusst ist, dass Geld durch die Teuerung an Wert verliert.

Drei Viertel der Deutschen legen trotz knapper Finanzen Geld auf die hohe Kante. Viele berücksichtigen dabei aber die Inflation nicht. 44 Prozent zahlen ihre Ersparnisse auf ein Sparkonto ein, 36 Prozent parken sie auf dem Girokonto und 14 Prozent verwahren das Geld zu Hause.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Yougov-Umfrage unter 2.058 Personen im Auftrag der Postbank. „Liegt der Gewinn, den eine Geldanlage erzielt, unterhalb der Inflationsrate, verliert das Geld nach und nach an Wert“, erklärt Katrin Chrambach von der Postbank. Angesichts der derzeit sehr hohen Inflationsrate sei ein vollständiger Ausgleich schwer möglich, räumt die Expertin ein. „Trotzdem sollten Anlegerinnen und Anleger bestrebt sein, der Geldentwertung entgegenzuwirken.“

Dass viele Deutsche die Auswirkungen der Inflation auf ihre Ersparnisse vernachlässigen, liegt wohl auch daran, dass sie manchen Deutschen schlicht nicht bekannt sind: Knapp 9 Prozent meinen, dass die Preissteigerungen keinen Einfluss auf den Wert der Rücklagen haben, 7 Prozent gehen davon aus, dass die Ersparnisse an Wert gewinnen. 16 Prozent ist es egal.

Besonders selten wissen junge Menschen um diesen Effekt: Nur 52 Prozent der 18- bis 24-Jährigen ist bewusst, dass Rücklagen durch die Inflation an Wert verlieren. Über alle Altersgruppen hinweg geben immerhin 68 Prozent die richtige Antwort.

Wissen zahlt sich aus

„Generell kann mangelndes Finanzwissen zu folgenschwereren Anlagefehlern führen – weil das Risiko einer Geldanlage nicht richtig eingeschätzt wird“, sagt Chrambach. Ein Beispiel für Letzteres sei die Beliebt­heit von Kryptowährungen unter jungen Menschen: Laut Postbank Umfrage legen 17 Prozent der 25- bis 34-Jährigen und 15 Prozent der 18- bis 24-Jährigen Geld in digitalen Währungen an. Eine sehr spekulative In­vestition.

„Junge Anleger haben in der Regel einen kleinen finanziellen Spielraum, können aber von einem langen Anlagehorizont profitieren. Daher ist es für sie entscheidend, die Weichen für die Geldanlage von Anfang an sinnvoll zu stellen. Dafür ist fundiertes Finanzwissen nötig“, meint die Postbank-Expertin.

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Karen Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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