Umfrage unter Investment-Experten Lebensversicherungen werden bei der Vorsorge an Bedeutung verlieren

Ralf Frank ist Generalsekretär der DVFA.
Ralf Frank ist Generalsekretär der DVFA. © DVFA

Lebensversicherungen werden künftig kein zentraler Baustein der Vorsorge für Privatanleger sein. Davon geht zumindest das Gros der Investment-Experten in Deutschland aus. Schuld daran ist, dass sich immer mehr Versicherer aus dem Garantiegeschäft zurückziehen.

| , aktualisiert am 15.12.2015 11:46  Drucken
Weil immer mehr Versicherungen das Geschäft mit konventionellen Lebensversicherungen aufgeben, glauben 53,4 Prozent der Investment-Experten in Deutschland, dass Lebensversicherungen künftig kein zentraler Baustein der Geldanlage oder Vorsorge für Privatanleger mehr sein werden.

84,3 Prozent rechnen damit, dass nicht versicherungsbasierte Geldanlage-Produkte wie Fonds stattdessen Mittelzuflüsse verzeichnen werden. Das zeigt eine Befragung des Verbands DVFA – der Standesorganisation von Investmentexperten in Deutschland. 1.400 Mitglieder hat der Verband.

„Eine wichtiger Faktor für die zukünftige Rolle von Lebensversicherungsprodukten – und damit für die Geschäftsmodelle vieler Versicherer – wird sein, ob die typischerweise eher risikoaversen Versicherungskunden chancen- aber auch risikoreichere Produktvarianten ohne Garantieverzinsung in der Breite annehmen werden“, sagt Ralf Frank, Generalsekretär der DVFA.
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