Jeder vierte Deutsche ist laut einer Umfrage im Auftrag der Postbank der Meinung, dass ihm Wohneigentum am ehesten zu einem Vermögen von einer halben Million Euro verhelfen könnte. © Quelle: Postbank/Kantar Emnid
  • Von Juliana Demski
  • 06.01.2020 um 05:07
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Sich ein kleines privates Vermögen ansparen – davon träumen viele Deutsche. Laut einer aktuellen Postbank-Umfrage versprechen sich die Bundesbürger vor allem vom Immobilienbesitz finanzielle Sicherheit. Hier kommen die Zahlen.

Jeder vierte Deutsche (26 Prozent) glaubt, dass privates Wohneigentum zu einem Vermögen von bis zu einer halben Million Euro führen kann (siehe Grafik). Von der jüngeren Generation der 19- bis 29-jährigen sehen das sogar 34 Prozent so, wie eine aktuelle Umfrage der Postbank zeigt.

Damit scheinen sie auch gar nicht so falsch zu liegen:

„In vielen Regionen gewinnen Immobilien stetig an Wert, dies betrifft mittlerweile nicht nur die Ballungsräume und ihre Speckgürtel, sondern auch viele ländliche Gebiete“, erläutert Jörg Koschate, Finanzexperte der Postbank. „Offenbar sind viele Menschen zuversichtlich, dass sie von dieser Entwicklung profitieren können – allen voran die jungen Deutschen. Zwar können sie die hohen Eigenkapitalanforderungen eines Immobilienkaufs meist nicht stemmen, aber sie haben noch einen verhältnismäßig langen Anlagehorizont, der sie optimistisch stimmt.“

Es gibt aber auch regionale Meinungsverschiedenheiten:

So glauben in Ostdeutschland nur 19 Prozent daran, dass sie sich durch Immobilien ein Vermögen aufbauen können. Im Westen sind es 27 Prozent. Diese Differenz lässt sich durch die regional unterschiedliche Wertentwicklung von Wohneigentum erklären“, so Koschate. „In einigen ostdeutschen Regionen verlieren Immobilien deutlich an Wert, insbesondere durch den dortigen Bevölkerungsrückgang. Laut Daten des aktuellen Postbank-Wohnatlas liegen sieben der zehn Landkreise, in denen die Immobilienpreise im vergangenen Jahr am stärksten eingebrochen sind, im Osten der Republik.“

Im Osten Deutschlands haben die Menschen dagegen häufiger andere Träume:

Dort hofft jeder dritte Befragte (33 Prozent) auf einen Lottogewinn. Im Bundesdurchschnitt spekuliert nur jeder Fünfte (19 Prozent) auf einen Geldsegen durch Glücksspiel. Knapp 9 Prozent aller Deutschen hoffen auf eine Erbschaft, und 7 Prozent glauben daran, dass man sogar durch Arbeit ein Vermögen von 500.000 Euro aufbauen kann. Ebenso viele setzen auf die Anlage in Fonds und Aktien, 6 Prozent aufs Sparen. Insgesamt betrachtet ist die Stimmung ebenfalls positiv: Nur knapp jeder Vierte (22 Prozent) zweifelt daran, dass er je ein Vermögen besitzen wird.

Quelle: Postbank/Kantar Emnid

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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