Nur 45 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen haben eine Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen, so eine Studie. © Fachhochschule Dortmund/ Kubi
  • Von Manila Klafack
  • 03.04.2020 um 11:29
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In kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) fehlt oftmals ein Risikomanagement. Die Folge: Nur knapp jedes zweite KMU hat sich über eine Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung abgesichert. Versicherungsvermittler könnten sich hier als Begleiter der Unternehmen positionieren, so das Resümee einer aktuellen Studie auf die der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute hinweist.

Nicht einmal jedes dritte (28 Prozent) kleine oder mittelständische Unternehmen (KMUs) schätzt allgemeine Haftungsrisiken als existenzbedrohend ein. Deutlich häufiger werden Tod oder Krankheit des Inhabers beziehungsweise von Schlüsselpersonen als existenzbedrohendes Risiko angesehen.

Das ergab eine Studie, auf die der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) am Donnerstag in einer Mitteilung hingewiesen hat. Die Studie wurde vom Verein Kubi (Konzeptionsentwicklungs- und Beratungs/Innovationswerkstatt der Assekuranz und Finanzdienstleister) beauftragt und von der Fachhochschule Dortmund erstellt. Sie basiert auf einer Onlinebefragung von 521 KMUs durch das Marktforschungsunternehmen Yougov im November 2019.

Demnach werde der Ausfall von Schlüsselpersonen als größtes Risiko für die Existenz des eigenen Betriebs wahrgenommen, jedoch besitzen beispielsweise nur 11 Prozent eine Risikolebensversicherung für diese Personengruppe. Ebenso mangelt es an Haftpflichtversicherungen.

Weniger als jedes zweite Unternehmen mit Haftpflichtschutz

„Wir waren sehr erstaunt, dass nur 45 Prozent der Befragten angeben, eine Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung zu besitzen. Das kann man nur als grob fahrlässig bezeichnen“, stellt Studienautor Matthias Beenken, Professor im Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Dortmund fest.

Lediglich knapp ein Viertel der befragten Unternehmen besitze ein eigenständiges Risikomanagement. Der Grund: Sie seien meist zu klein, um sich entsprechendes Fachpersonal leisten zu können. Umso wichtiger sei die Unterstützung durch Versicherungsvermittler, so das Fazit der Autoren.

Und: Nur die Hälfte der befragten Unternehmen greife jedoch auf Versicherungsvermittler als Berater in Risikofragen zurück – der Rest gibt demnach an, Versicherungen direkt beim Versicherer einzukaufen, oder gar ganz darauf zu verzichten.

Quelle: BVK, Kubi, Fachhochschule Dortmund
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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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