In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen haben sich die Wenigsten bisher um ihr finanzielles Dasein im Alter gekümmert. © dpa/ picture-alliance/ Friso Gentsch
  • Von Manila Klafack
  • 24.01.2020 um 14:17
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Obwohl sich insbesondere beim Sparen für die Altersvorsorge ein früher Beginn lohnt, sorgen die wenigsten jungen Deutschen bislang vor. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es nur 2 Prozent, bei den 25- bis 44-Jährigen trifft dies auf jeden Zehnten zu, wie eine Umfrage im Auftrag des digitalen Versicherungsmanagers Clark ergeben hat.

Knapp jeder dritte Deutsche (31 Prozent) über 18 Jahren hat noch nicht ausreichend für das Alter vorgesorgt. Jeder Zehnte (11 Prozent) gibt an, keine Lust zu haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Demgegenüber steht rund ein Drittel (34 Prozent), das von sich sagt, bereits ausreichend vorgesorgt zu haben oder zu wissen glaubt, welche Maßnahmen noch zur Rentenplanung zu ergreifen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung durch Marktforschungsunternehmen Yougov im Auftrag des digitalen Versicherungsmanagers Clark.

Demnach gibt es vor allem zwischen Männern und Frauen Unterschiede, was den Stand der Vorbereitungen betrifft. 26 Prozent der Männer geben an, ausreichend vorgesorgt zu haben. Bei den Frauen sind es lediglich 18 Prozent. Sie würden sich laut der Umfrage auch eher (9 Prozent) mit der Rentenplanung überfordert fühlen als Männer (4 Prozent).

Eine weitere Erkenntnis der Befragung: Nur 2 Prozent der 18- bis 24-Jährigen, 10 Prozent der 25- bis 34-Jährigen und 11 Prozent der 34- bis 44-Jährigen meint, genügende Vorsorge betrieben zu haben. Dagegen sind es bei den 45- bis 54-Jährigen knapp ein Viertel (24 Prozent) und bei den über 55-Jährigen fast ein Drittel.

Renteninformation landet bei jedem Zehnten direkt in der Ablage

„Viele Deutsche setzen sich nur ungenügend oder zu spät mit ihrer Altersvorsorge auseinander“, zieht Marco Adelt, Co-Gründer von Clark, ein Fazit. Fakt sei, dass die gesetzliche Rente für die Wenigsten ein gutes Auskommen im Alter sichere. Daher ist dem Clark-Manager zufolge eine systematische Kombination aus gesetzlicher Rente, betrieblicher Altersvorsorge und privater Vorsorge häufig sinnvoll.

Im Rahmen der Befragung wurde ebenfalls erhoben, inwieweit die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zur Planung des Ruhestandes herangezogen wird. Nur knapp ein Viertel (24 Prozent) der Deutschen prüft die Information im Detail. 26 Prozent lesen die Renteninformation lediglich kurz und bei jedem Zehnten (10 Prozent) landet das Schreiben direkt in der Ablage.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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