Eine Frau bedient einen Bankautomaten: Die Mehrheit der Deutschen kann zum Thema Negativzinsen bei ihrer Bank nicht viel sagen. © picture alliance / Eibner-Pressefoto | Weber/ Eibner-Pressefoto
  • Von Juliana Demski
  • 10.11.2020 um 14:45
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Beim Thema Geldanlage herrscht hierzulande ein hohes Maß an Desinteresse und Halbwissen – letzteres gilt geradezu wörtlich, sofern man einer aktuellen Umfrage folgt. So erklären 53 Prozent der Deutschen, keine Ahnung zu haben, ob ihre Hausbank Negativzinsen erhebt. Gleichzeitig wären diese für ein Viertel der Befragten jedoch ein Grund, die Bank zu wechseln.

53 Prozent der Deutschen wissen nicht, ob ihre Bank Negativzinsen erhebt. Dies ergab eine repräsentative Umfrage der Direktbank „Openbank“ im Oktober 2020, für die rund 2.000 Bundesbürger befragt wurden. 10 Prozent der Befragten können sich demnach unter dem Begriff Negativzinsen gar nichts vorstellen. Demgegenüber stehen 23 Prozent, die sich sicher sind, dass ihre Bank keine Negativzinsen erhebt.

Trotz der mehrheitlichen Unwissenheit in der Bevölkerung zeigte die Studie aber auch: Null- beziehungsweise Negativzinsen haben einen großen Einfluss auf die Kundenbeziehung zu einer Bank. Zwar sind laut Umfrage 30 Prozent der Deutschen mit ihrer Bank so zufrieden, dass ein Bankwechsel für sie derzeit nicht in Frage kommt. Rund ein Viertel der Befragten wären aber aufgrund von Negativzinsen bereit, die Bank zu wechseln, für 7 Prozent wären sogar schon Nullzinsen ein Grund.

Das kürzlich verzeichnete Wachstum des in Aktien investierten Vermögens in Deutschland begrüßen die Studienautoren ausdrücklich. Denn: Es zeige, dass dass sich in der Corona-Pandemie offenbar mehr Menschen mit der Geldanlage in Wertpapieren, ETFs und Fonds befassen, heißt es im Studienpapier. „Wenn wir aber genauer hinschauen, ist in der Breite der Bevölkerung noch viel Potenzial vorhanden“, fügt Steve Langer, Market Director bei der spanischen Openbank und verantwortlich für den deutschen Markt, hinzu.

Und weiter: „Zu viele Kunden lassen ihr Geld noch auf unattraktiven Konten und Sparbüchern liegen, anstatt über Sparpläne auf Aktien, ETFs und Fonds für das Alter vorzusorgen und Vermögen aufzubauen.“ Tatsächlich legen laut Umfrage nur 11 Prozent der Deutschen ihr Geld in Wertpapieren wie Aktien oder Anleihen an, 8 Prozent setzen auf ETFs und 7 Prozent auf Investmentfonds.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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