Ein Zahnarztbesuch aus der etwas anderen Perspektive: Eine Zahnersatzbehandlung kann für GKV-Kunden teuer werden. © dpa/picture alliance
  • Von Redaktion
  • 27.10.2016 um 10:36
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Auch, wenn viele den Gang zum Zahnarzt scheuen – rund 52 Prozent der Deutschen verdanken ihrem Zahnklempner, dass sie noch gut zubeißen und hübsch lächeln können. Denn: Jeder Zweite braucht bereits Zahnersatz. Das hat eine Umfrage des Verbands der Privaten Krankenversicherung ergeben.

Implantate, Brücken, Kronen – etwa jeder zweite Deutsche braucht bereits Zahnersatz wie diesen. Und von denen, die bisher verschont geblieben sind, glauben weitere 54 Prozent, später einmal entsprechenden Zahnersatz zu brauchen.

Das sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des PKV-Verbands. Diese Behandlungen können aber teuer werden. Wegen der sogenannten Regelversorgung müssen gesetzlich Versicherte oft über die Hälfte dieser Kosten aus eigener Tasche bezahlen.

Unter der Regelversorgung versteht man in diesem Fall, dass nur der Zahnersatz erstattet wird, den die gesetzlichen Kassen (GKV) als medizinisch und wirtschaftlich sinnvoll ansehen. Wer höherwertige Keramik-Füllungen oder ähnliches will, muss das selbst bezahlen.

Seit einigen Jahren wird diese Selbstbeteiligung immer teurer, zeigt der aktuelle Gesundheitsreport vom Finanzdienstleister MLP und dem Institut für Demoskopie Allensbach. Aktuell sind es im Schnitt 1.300 Euro. Grund: die Gebührenordnung für Zahnärzte. Sie bestimmt die Abrechnung von medizinischen Leistungen, die über die Standardkassenleistungen hinausgehen – an denen sich also GKV-Kunden beteiligen müssen.

„Gesetzlich Versicherten empfiehlt sich daher eine private Zusatzabsicherung“, sagt Miriam Michelsen, Leiterin Altersvorsorge und Krankenversicherung bei MLP. Der Zusatzschutz reduziere nämlich den Eigenanteil bei Zahnbehandlungen und ermögliche auch weitere Sonderleistungen.

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