Luisa Neubauer (links), deutsche Klimaschutzaktivistin, und Greta Thunberg, schwedische Klimaschutzaktivistin, unterhalten sich am 9. Dezember 2019 bei der UN-Klimakonferenz in Madrid. Der Klimawandel ist in vielen Familien Gegenstand von Debatten. © picture alliance/Clara Margais/dpa
  • Von Juliana Demski
  • 16.12.2019 um 17:20
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Familien scheinen besonders auf den eigenen ökologischen Fußabdruck zu achten – und zeigen sich offenbar auch bei der Geldanlage offener für nachhaltige Angebote als andere Teile der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der Zurich Versicherung.

Der „Greta-Effekt“ ist in den heimischen Wohnzimmern angekommen: In vielen Familien wird derzeit über die Zukunft unserer Erde diskutiert – und das scheint messbare Folgen zu haben. Etwa jeder fünfte Haushalt mit Kindern (19 Prozent) will künftig umweltfreundlich vorsorgen. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt plant das nur rund jeder zehnte, von den Singlehaushalten sogar nur 6 Prozent. Das ist ein zentrales Ergebnis einer Umfrage der Zurich Versicherung (siehe Grafik).

Nicht selten sind Familien in Sachen nachhaltige Geldanlage sogar schon weiter:

12 Prozent verfügen laut Umfrage bereits über nachhaltige Sparbücher, Fonds oder Versicherungen. Im Bundesschnitt sind es erst 8 Prozent der Bevölkerung. Und: 73 Prozent der Familien in Deutschland würden noch vor Lebens-, Renten- oder Riester-Versicherungen ein Sparbuch bei einem nachhaltigen Geldinstitut wählen. Im Bevölkerungsdurchschnitt würden dies nur 62 Prozent tun.

Die größten Unterschiede zeigen sich bei Riester-Rentenprodukten, bei denen die Beiträge in nachhaltige Fonds investiert und neben der Rendite auch soziale und ökologische Ziele verfolgt werden. 64 Prozent der Familien würden sich auf der Suche nach einer Geldanlage dafür entscheiden, aber nur 39 Prozent der Singlehaushalte. Im Bevölkerungsschnitt würden 47 Prozent der Befragten zugreifen.

Neuer Versicherungsvertrag, neuer Baum

Gleichzeitig sind Familien mit Kindern laut Studie besonders häufig dazu bereit, sich über nachhaltige Geldanlagen sozial zu engagieren. Knapp ein Drittel der Familien mit Kindern hält das für einen Pluspunkt solcher Geldanlageprodukte. So gibt es beispielsweise ein aktuelles Projekt, das für jeden nachhaltigen Versicherungsvertrag einen Baum pflanzt (wir berichteten). Im Durchschnitt ist dagegen für nur 24 Prozent der Gesamtbevölkerung der Wunsch, sich sozial zu engagieren, ein Argument für nachhaltige Anlageformen.

„Familien mit Kindern denken nachhaltiger und an die nächste Generation“, kommentiert Jacques Wasserfall, Vorstand Leben bei Zurich Deutschland, die Ergebnisse. „Eltern wollen häufig mehr als eine Geldanlage, die die Familie absichert. Ihr Wunsch ist es, dass sie zugleich einen Beitrag zum Umweltschutz oder zu sozialen Projekten leisten können.“ Der Grund für die Nachhaltigkeitsgedanken von Familien sei folgender: Es gehe vor allem um die Zukunft ihrer Kinder und um die Welt, in der sie leben werden, so Wasserfall.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist seit 2021 Junior-Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

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