Einfamilienhaussiedlung in Oldenburg. © picture alliance / Hauke-Christian Dittrich | Hauke-Christian Dittrich
  • Von Achim Nixdorf
  • 30.08.2021 um 09:15
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Immobilien werden für die eigene Vermögensbildung und die Altersvorsorge immer beliebter. Das zeigt eine aktuelle Studie. Trotzdem hat Deutschland noch immer eine der niedrigsten Wohneigentumsquoten in Europa. Experten fordern deshalb von der Politik, mehr Menschen den Weg ins eigene Zuhause zu ermöglichen.

Immobilien sind nach Einschätzung der meisten Menschen in Deutschland der ideale Weg, Vermögen aufzubauen und für das Alter vorzusorgen. Das geht aus dem Kantar-Trendindikator 2021 hervor, der im Auftrag der Landesbausparkassen erhoben wurde. 75 Prozent der Befragten geben demnach an, dass sie eine Immobilie für die beste Geldanlage halten. Vor zehn Jahren traf dies mit 66 Prozent noch auf weniger Zustimmung. Nahezu zwei Drittel (64 Prozent) betrachten der Studie zufolge eine eigene Immobilie zudem als beste Altersvorsorge (siehe Grafik).

„Die Menschen sind sich bewusst, welch großen Wert ein Eigenheim für Vermögensaufbau und Altersvorsorge hat. Dennoch hat Deutschland eine der niedrigsten Wohneigentumsquoten in Europa. Es ist deshalb eine wichtige Aufgabe der Politik, mehr Menschen den Weg ins eigene Zuhause zu ermöglichen“, fordert Axel Guthmann, Verbandsdirektor der Landesbausparkassen.

Gerade im Hinblick auf die in der kommenden Legislaturperiode anstehende Reform der geförderten privaten Altersvorsorge gelte es daher, die Weichen richtig zu stellen. Guthmann: „Welcher Weg auch immer beschritten wird, sei es eine Vereinfachung von Wohn-Riester oder eine weiterreichende Systemumstellung, eines darf dabei nicht herauskommen: dass die Menschen in Deutschland am Ende weniger Geld übrig haben, um mit den eigenen vier Wänden Vermögen aufzubauen.“ Selbst genutztes Wohneigentum müsse weiterhin als gleichwertige und förderbare Altersvorsorge anerkannt bleiben.

Geringere Wohnkosten im Alter

Der große Vorteil einer selbst bewohnten Immobilie liegt nach Ansicht des Verbandsdirektors vor allem in der ersparten Miete. Besonders im Alter komme dieser Vorteil zum Tragen. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung verwendeten Mieter im Rentenalter im Schnitt 34 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens zur Deckung ihrer Wohnkosten, Eigentümer dagegen nur 15 Prozent. „Vor dem Hintergrund der ohnehin geringeren Alterseinkommen kann das einen substanziellen Unterschied an Lebensqualität ausmachen“, so Guthmann.

Für den Trendindikator 2021 des Marktforschungsinstituts Kantar wurden in diesem Frühjahr rund 2.000 Menschen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung. Auftraggeber der Befragung waren verschiedene Finanzierungsinstitute, unter anderem die Landesbausparkassen.

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Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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