Das Sparbuch genießt bei den Deutschen auch im Nullzinsumfeld einen guten Ruf. © picture alliance/dpa-Zentralbild
  • Von Lorenz Klein
  • 27.08.2019 um 10:58
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Was würden die Deutschen mit einem Geldbetrag von 10.000 Euro machen? 83 Prozent würden den unerwarteten Geldsegen für die persönliche Absicherung nutzen, nur 16 Prozent für die Erfüllung eines persönlichen Wunsches. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Gothaer Versicherung. Welche Vorsorgeprodukte am beliebtesten sind, erfahren Sie hier.

Eine Geldsumme von 10.000 Euro extra einfach mal so zu verprassen, kommt für die große Mehrheit der Deutschen nicht in Frage: 83 Prozent würden das Geld ausschließlich (36 Prozent) oder zur Hälfte (47 Prozent) zur persönlichen Absicherung einsetzen – und nur 16 Prozent der Befragten möchten das Geld für die Erfüllung eines persönlichen Wunsches ausgeben. Das teilt die Gothaer Versicherung auf Basis einer beim Marktforschungsinstitut Forsa beauftragten Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern mit.

Dabei gilt aus Sicht der Gothaer die Devise: „Je jünger, desto vernünftiger“. So würden von den unter 30-jährigen Befragungsteilnehmern nur 10 Prozent einen Geldbetrag von 10.000 Euro zur Erfüllung persönlicher Wünsche ausgeben – von den 40- bis 49-jährigen Befragten sind es mit immerhin 18 Prozent etwas mehr. Differenziert nach Geschlechtern liegen die Männer (16 Prozent) demnach marginal mit einem Prozentpunkt vor den Frauen.

Weiter zeigt die Umfrage, dass das Sparbuch auch in Zeiten von Nullzinsen nicht tot zu kriegen ist: Diejenigen, die 10.000 Euro (auch) für ihre finanzielle Absicherung nutzen würden, würden diese am häufigsten (35 Prozent) auf dem Vorsorgeklassiker parken. Aktien (22 Prozent) und private Rentenversicherungen (19 Prozent) folgen deutlich dahinter. Die Geldmittel für die Absicherung ihrer Arbeitskraft zu verwenden, kommt laut Gothaer für 11 Prozent in Frage. Nur ein kleiner Anteil der Befragten würde das Geld für eine Lebensversicherung (4 Prozent) oder eine private Krankenversicherung (2 Prozent) nutzen.

Männer risikofreudiger als Frauen

Außerdem berichten die Umfragemacher, dass Männer häufiger als Frauen zu Aktien tendieren, gleiches gilt für formal höher Gebildete als formal geringer Gebildete. Beim Sparbuch verteilt sich die Gunst wie folgt: Unter 30-jährige (49 Prozent)  sowie Befragte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.500 Euro (50 Prozent) würden das Sparbuch deutlich häufiger als über 30-jährige (29 Prozent) sowie Befragte mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 3.000 Euro (31 Prozent) nutzen.

Urlaubsreise klar vorn

41 Prozent der Befragten, die sich von einmalig 10.000 Euro (auch) einen persönlichen Wunsch erfüllen würden, wollen den Betrag für eine Urlaubsreise ausgeben.  16 Prozent würden das Geld in ein Haus oder eine Wohnung investieren, 15 Prozent würden sich ein Auto oder ein Motorrad kaufen.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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