Die Gefahren durch eine Cyber-Attacken nehmen die Unternehmen zunehmend ernster. © picture alliance / Photoshot
  • Von Manila Klafack
  • 19.04.2021 um 13:58
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Die deutschen Unternehmen erkennen zunehmend die Gefahren, die durch Attacken aus dem Internet ihrem Geschäftsbetrieb drohen. Die Investitionen in den Bereich der Absicherung steigt, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des Versicherers Hiscox zeigt.

Der Anteil deutscher Unternehmen, die mindestens eine Cyber-Attacke verzeichnen mussten, ist in diesem Jahr auf 46 Prozent gestiegen. Im Jahr 2020 waren es noch 41 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich auch die Zahl derjenigen Unternehmen, die sich auf solche Angriffe vorbereitet hätten von 17 Prozent im vergangenen Jahr auf derzeit 21 Prozent. Das teilte der Versicherer Hiscox am Montag auf Basis seiner aktuellen Studie Hiscox Cyber Readiness Report 2021 mit. Diese Entwicklung mache eine zunehmende Sensibilisierung in den Unternehmen für Attacken aus dem Internet deutlich, so Hiscox.

Die von dem Spezialversicherer beauftragte Umfrage des Marktforschungsinstituts Forrester Consulting berücksichtigte nach eigenen Angaben die Antworten von über 6.000 Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Irland, Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und den USA.

Cyber-Versicherung wird relevanter

Dabei verzeichnet Deutschland im Vergleich die höchsten mittleren Kosten pro Schadenfall. Mit über 4,6 Millionen Euro gab es hier auch die teuerste Einzelattacke. Im Mittel hätten die befragten Unternehmen hierzulande 21.818 Euro bei einem erfolgreichen Angriff begleichen müssen. International liegt dieser Betrag bei 11.944 Euro. Vermutlich auch deshalb sei die Investition in eine Absicherung im Vergleich zum Vorjahr um 62 Prozent gestiegen, so die Einschätzung der Experten.

Auch die Relevanz für eine entsprechende Cyber-Versicherung habe sich erhöht. 2020 hat der Umfrage zufolge noch jeder vierte Betrieb angegeben daran kein Interesse zu haben. Jetzt sagen das nur noch 15 Prozent.

Fast zwei von drei Unternehmen arbeiten im Homeoffice

Die Corona-Pandemie habe ihren Teil dazu beigetragen, heißt es. 57 Prozent der befragten Unternehmen in der Bundesrepublik gaben an, aufgrund der Pandemie ins Homeoffice gezogen zu sein. Dadurch habe sich die Gefahr für einen Cyber-Angriff durch ungesicherte Einfallstore erhöht.

„Das vergangene Pandemiejahr forderte die Cyber-Sicherheit von Unternehmen enorm heraus. Die Verlagerung ins Home Office, teilweise von heute auf morgen, setzte die IT-Verantwortlichen unter nie dagewesenen Handlungsdruck“, sagt Robert Dietrich, Managing Director von Hiscox Deutschland und CEO von Hiscox Europa.

„Vielerorts konnte nicht auf bestehende Sicherheitsstrategien zurückgegriffen werden. Es mussten also in Windeseile Konzepte entwickelt und implementiert werden, um sich vor Hackerangriffen und den oft existenziellen finanziellen Folgen in einer ohnehin wirtschaftlich unsicheren Zeit zu schützen“, so Dietrich weiter.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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