Umfrage der ING-Diba Gut ein Viertel der Bundesbürger hat nichts auf der hohen Kante

Die Grafik zeigt: Nur in Rumänien ist der Teil der Nichtsparer höher als in Deutschland.
Die Grafik zeigt: Nur in Rumänien ist der Teil der Nichtsparer höher als in Deutschland. © ING-Diba

Mehr als jeder Vierte Deutsche kann nicht auf Erspartes zurückgreifen – trotz Wirtschaftswachstum. Nur in Rumänien ist der Anteil der Nichtsparer damit größer.

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In Deutschland haben eigenen Angaben zufolge 27 Prozent der Menschen keine Ersparnisse. Nur in Rumänien war der Anteil der Befragten ohne Ersparnisse mit fast 35 Prozent noch höher als hierzulande.

Dabei variiert das Sparverhalten innerhalb Deutschlands sehr stark. In Hamburg und im Saarland sind es weniger als 14 Prozent der Befragten, die ohne Ersparnisse auskommen müssen. In Thüringen sind es dagegen mehr als 44 Prozent.

Das besagt eine repräsentative Umfrage der ING-Diba vom Ende des Jahres 2017. In 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA hat die Bank Verbraucher zu ihrem Sparverhalten befragt.

„Das weitverbreitete Bild der Sparnation Deutschland kann diese Studie wahrlich nicht bestätigen", sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa. „Es sollte zu denken geben, dass Deutschland trotz starkem Wirtschaftsaufschwung einen der höchsten Anteile von Verbrauchern ohne jegliche Rücklagen aufweist."

Diejenigen Bundesbürger, die sparen, legen aber überdurchschnittlich viel auf die hohe Kante. Unter denjenigen Befragten, die Angaben zur Höhe ihrer Ersparnisse machten, haben fast 49 Prozent der Deutschen mehr als 15.000 Euro gespart, so die Studie. Das bedeutet im europäischen Vergleich Platz 4.

Weiteres Ergebnis: Mehr als 40 Prozent der Befragten, inklusive derjenigen ohne Ersparnisse, sind „sehr zufrieden" oder „zufrieden" mit den eigenen Rücklagen.

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