Auswirkungen des Coronavirus sind laut einer Umfrage der Norisbank auch bei der Planung größerer Anschaffung spürbar.  © OBS/Norisbank
  • Von Manila Klafack
  • 02.04.2020 um 15:57
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lesedauer Lesedauer: ca. 01:30 Min

Nicht nur jetzt, da die meisten Geschäfte ohnehin geschlossen sind, wird sich die Corona-Krise auf das Konsumverhalten auswirken. Einer aktuellen Umfrage der Norisbank zufolge, wollen die Deutschen die finanziellen Auswirkungen der Situation abwarten, bevor sie wieder größere Anschaffungen realisieren.

Die Auswirkungen der Maßnahmen bezüglich der Corona-Pandemie strahlen auf die Anschaffungspläne und das Sparverhalten der Deutschen aus. Fast die Hälfte der Bundesbürger (45 Prozent) will aufgrund der Corona-Krise die persönlichen finanziellen Auswirkungen abwarten, bevor sie sich Größeres leisten. Daher haben sie den Kauf eines neuen Autos, neuer elektronischer Geräte oder etwa die Investition in eine Immobilie erst einmal zurückgestellt.

Das hat eine repräsentative Umfrage der Norisbank ergeben. Demnach planen aktuell nur 17,5 Prozent der Befragten eine größere Anschaffung. Vor sechs Monaten waren es noch 21 Prozent; im Jahr 2018 planten das noch 23,4 Prozent. Insbesondere Frauen (16,5 Prozent) stellen laut Umfrage ihre Konsumpläne zurück. 2019 waren es noch 22,7 Prozent.  

Auto und Haus sind die häufigsten Wünsche

Dennoch zeigt das Ranking der Anschaffungswünsche für 2020 trotz Corona-Pandemie klare Präferenzen. Es dominiert weiterhin die Autobegeisterung (2020: 56,0 Prozent, 2019: 50,2 Prozent). Auch in ein eigenes Heim zu investieren, wird der Umfrage zufolge immer beliebter und belegt Platz 2 im Gesamtranking (2020: 46,2 Prozent; 2019: 37,4 Prozent). Vor allem die 18- bis 29-Jährigen träumen von den eigenen vier Wänden: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) erwägt den Kauf eines Eigenheims.

Sparen wollen dagegen aktuell deutlich weniger Deutsche als noch 2019. Der Wert ist von 48,7 auf jetzt 39,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig gibt nur noch etwa jeder Zehnte an, dass er sein Geld mit Blick auf das derzeitige Zinsniveau auf dem Girokonto belässt und nicht anderweitig anlegt. Die Bereitschaft, in Aktien und Fonds zu investieren, steigt dementsprechend leicht an, von 16,9 Prozent im vergangenen auf 19,2 Prozent in diesem Jahr.  

Eine weitere Erkenntnis der Befragung: Für viele Deutsche bleibt die Finanzierung über einen Kredit eine verlockende Option. In der aktuellen Situation würden mehr als zwei Drittel der Befragten für ihre Wünsche einen Kredit aufnehmen. Die Zahl derjenigen, die fest einplanen, auf einen Kredit zurückzugreifen, hat sich verdoppelt und liegt bei fast einem Drittel (32,1 Prozent) der Befragten, während es 2019 noch 15,6 Prozent waren. 

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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umfrage Corona wirkt sich auf Anschaffungspläne und Sparverhalten aus – Agency
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