Restaurants wie dieses haben coronabedingt seit Monaten geschlossen: Jeden zweiten Deutschen plagen aufgrund der Pandemie Geldsorgen. © picture alliance/dpa | Oliver Dietze
  • Von Juliana Demski
  • 06.04.2021 um 18:45
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Einer aktuellen Umfrage zufolge macht sich fast jeder zweite Bundesbürger (48 Prozent) aufgrund der anhaltenden Corona-Krise Sorgen um sein Geld. Noch verbreiteter ist zudem die Angst, nicht über ausreichend Ersparnisse zu verfügen (60 Prozent). Weitere 43 Prozent fürchten, schon jetzt ihre Altersvorsorge aufbrauchen zu müssen.

Einer aktuellen Kantar-Umfrage im Auftrag der Postbank zufolge macht sich fast jeder zweite Bundesbürger (48 Prozent) aufgrund der anhaltenden Corona-Krise Sorgen um sein Geld. Noch verbreiteter ist zudem die Angst, nicht über ausreichend Ersparnisse zu verfügen (60 Prozent). Weitere 43 Prozent fürchten, ihre Altersvorsorge vorzeitig aufbrauchen zu müssen. Und fast ebenso viele (41 Prozent) haben Angst davor, sich in naher Zukunft verschulden zu müssen, um über die Runden zu kommen; 33 Prozent bereiten bereits vorhandene Schulden Kummer.

„Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Schäden und die Belastungen für den Arbeitsmarkt ist derzeit sehr groß“, fasst Marco Bargel von der Postbank die Stimmungslage zusammen. Er will den Menschen dennoch Hoffnung machen: „Tatsächlich kommt die deutsche Wirtschaft besser durch die Krise als im ersten Lockdown, da die Industrie stark wächst, vor allem dank einer hohen Nachfrage aus Asien.“

Und weiter: „Sobald die Pandemie abflaut und Corona-Beschränkungen aufgehoben werden, dürfte sich die Konjunktur in Deutschland – ähnlich wie nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 – schnell erholen.“ Wann es mit der Wirtschaft wieder bergauf gehe, hänge aber auch maßgeblich vom Fortschritt der Impfkampagne ab. „Angesichts der wachsenden Verfügbarkeit von Impfstoffen stehen die Chancen gut, dass sich die Corona-Pandemie, unterstützt durch günstigere Wetterbedingungen im Frühjahr, abschwächt und dann eine weitreichende Lockerung von Beschränkungen erfolgen kann.“

Sparquote steigt auf 18 Prozent

Die vielen Sorgen spornen die Deutschen aber auch zum Sparen an: Knapp jeder Dritte (29 Prozent) gab im Rahmen der Umfrage an, dass er durch die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie mehr sparen wird. Von den 16- bis 29-Jährigen bekundet sogar knapp jeder Zweite (48 Prozent) einen größeren Sparwillen. Die Konsumfreude erfährt hingegen einen deutlichen Dämpfer: Knapp 41 Prozent der Deutschen meinen, dass sie wegen der Krise weniger kaufen.

„Die Sparquote ist in Deutschland in der Krise stark angestiegen, von etwa 11 auf zuletzt fast 18 Prozent, auch weil Konsum wegen des Lockdowns nicht in der gewohnten Form möglich war. Auch haben Privathaushalte aus Sorge vor drohenden Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten mehr Geld auf die hohe Kante gelegt“, so Bargel.

Der Postbank-Experte geht aber auch davon aus, dass die Deutschen ihre Konsumlust zurückgewinnen, sobald die Läden wieder alle öffnen können: „Da die Privathaushalte über sehr hohe Ersparnisse verfügen, könnte es sogar zu einem Rekordzuwachs beim Konsum kommen.“ Eine nachhaltige Verhaltensänderung im Sinne eines Konsumverzichts sei zwar bisher nicht erkennbar. Allerdings könnte sich das Konsumverhalten an sich dauerhaft verändern, wenn in Zukunft mehr Waren über das Internet anstatt im stationären Einzelhandel gekauft werden, so Bargel.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist seit 2021 Junior-Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

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