Umfrage Alter, Stress und Schulbildung beeinflussen Krankheitsdauer

Ein Arzt untersucht seinen Patienten: Stress steht of in Verbindung mit der Dauer der Krankschreibung.
Ein Arzt untersucht seinen Patienten: Stress steht of in Verbindung mit der Dauer der Krankschreibung. © Getty Images

Welche Faktoren beeinflussen eigentlich die Dauer einer Krankschreibung? Genau mit dieser Frage hat sich der Allgemeinmediziner Antonius Schneider zusammen mit seinen Ko-Autoren in einer Studie befasst. Dabei zeigte sich, dass vor allem Stress und die Psyche einen Einfluss haben – aber auch das Alter und die Schulbildung.

02.05.2017 12:41  Drucken

Wer nicht nur krank ist, sondern zudem auch unter Stressfaktoren wie emotionale Erschöpfung, Depression und Angst leidet, der wird tendenziell länger krankgeschrieben. Aber auch geringere Schulbildung und hohes Alter führen zu einer längeren Arbeitsunfähigkeit. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die der Allgemeinmediziner Antonius Schneider gemeinsam mit seinen Ko-Autoren durchgeführt hat.

225 Patienten in 14 Hausarztpraxen haben die Forscher dafür befragt. Die längste durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit hatten Patienten mit den Diagnosen Hauterkrankungen und psychische Erkrankungen, berichtet das Ärzteblatt.

Es zeigte sich zudem, dass bei einer geringeren Schulbildung des Patienten (weniger als zehn Jahre) die Krankschreibung mit einer längeren Arbeitsunfähigkeit einherging. Ebenfalls hatten Stressfaktoren wie emotionale Erschöpfung, Depersonalisation, Depression, Angst und Somatisierung einen Einfluss auf die Dauer der Krankschreibungen.

In einer weiteren Analyse betrachteten die Studienautoren sowohl das Alter als auch die Schulbildung. Und es zeigte sich: Jede Zunahme des Alters um ein Jahr führte zu einem Anstieg der AU-Dauer um 1,7 Prozent. Bei einer höheren Schulbildung hingegen verminderte sich die Arbeitsunfähigkeitsdauer um 40 Prozent.

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