Rentner auf einer Bank: Viele junge Menschen finden, dass ihre Eltern und Großeltern es in Sachen Altersvorsorge einfacher hatten als sie. © Pixabay
  • Von Juliana Demski
  • 02.11.2018 um 15:06
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Fast die Hälfte der Bundesbürger ist der Meinung, dass ihre Eltern es mit dem Sparen früher einfacher hatten. Die Deutschen sehen zwar die Notwendigkeit in Sachen Altersvorsorge, wollen aber auch auf nichts verzichten müssen, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Gut 40 Prozent der 30- bis 59-Jährigen sind der Ansicht, dass es ihre Eltern leichter hatten, Geld auf die hohe Kante zu legen oder Wohneigentum zu erwerben. Das hat eine Allensbach-Umfrage für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergeben.

85 Prozent der Befragten halten Sparen zwar für vernünftig und wichtig. Aber: Drei Viertel haben keine Lust, dabei allzu großen Verzicht zu leisten und ihren Lebensstandard herunterzuschrauben.

„Es ist beunruhigend, wenn sich mit den 30- bis 59-Jährigen die Leistungsträger der Gesellschaft immer häufiger das Sparen sparen“, sagt GDV-Chef Wolfgang Weiler. „Sparen bedeutet auch Verzicht. Wer am Weltspartag wieder nur sein gesammeltes Kleingeld auf das Girokonto einzahlt, gleichzeitig aber für das neueste Handy längerfristige Anlagen links liegen lässt, wird bei seinen finanziellen Zielen nicht weit kommen“, mahnt Weiler.

Im Niedrigzinsumfeld lassen die Deutschen ihr Geld vor allem auf Giro- oder Tagesgeldkonten liegen – eine schlechte Idee, findet Weiler: „Mit kaum verzinsten Sichteinlagen wird der Hebel des Kapitalmarktes zu wenig genutzt. Das ist Geld, das im Ruhestand einmal fehlen wird.“ 

Der GDV-Präsident fordert von der Politik folgendes:  

„Wir brauchen neue Impulse für langfristiges Sparen, zum Beispiel eine mutige Vereinfachung von Riester, sowohl bei der Förderung als auch bei den Produkten.“

Konkret schwebt Weiler vor, den Kreis der Förderberechtigten um Selbstständige zu erweitern. „Auch das Zulagenverfahren und die Produkte können stark vereinfacht werden.“

Bessere Unterstützung bei Riester müsse auch her. „Die Einkommensentwicklung der letzten 16 Jahre muss dringend nicht nur bei den Zulagen, sondern auch bei den Dotierungshöchstgrenzen nachgeholt werden. Eine Obergrenze von 2.100 Euro reicht im Jahr 2018 nicht mehr aus, um entstehende Rentenlücken zu schließen.“

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Juliana Demski

Juliana Demski ist seit 2021 Junior-Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

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