Achim Plate soll neuer Vorstandsschef bei Lloyd Fonds werden. © Lloyd Fonds
  • Von Redaktion
  • 26.04.2019 um 04:43
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Die Hamburger Lloyd Fonds treibt ihren 2018 beschlossenen Komplettumbau mit aller Macht voran. Bislang war das börsennotierte Unternehmen vor allem als Anbieter geschlossener Fonds bekannt. Zukünftig soll der Fokus auf eigenen Publikumsfonds liegen – und eine millionenschwere Übernahme gab es gerade auch. Hier kommen die Details.

Mit vier eigenen, neu aufgelegten Publikumsfonds treibt der Hamburger Anbieter Lloyd Fonds (LF) seinen 2018 beschlossenen Neustart voran – bislang war das Unternehmen vor allem als Anbieter geschlossener Fonds bekannt. Am 2. Mai startet der Vertrieb der beiden Aktienfonds „European Hidden Champions“ und „European Quality & Growth“, des Rentenfonds „Special Yield Opportunities“ und des Mischfonds „Best of two Worlds“. Aufgelegt wurden die Produkte am 1. April 2019, Seed-Investoren haben bisher rund 40 Millionen Euro in die vier Fonds investiert.

Für die Entwicklung und Ausrichtung der neuen Publikumsfonds ist seit 1. April 2019 Michael Schmidt verantwortlich. Der Finanzprofi war zuletzt Mitglied der Geschäftsführung bei Deka Investment. Auf Nachfrage unserer Redaktion betonte er, dass er sich auch eine gute Zusammenarbeit mit Versicherungsgesellschaften vorstellen könne. „Gerade im Bereich der fondsgebundenen Rentenversicherungen ergibt das bestimmt Sinn“, so Schmidt. 

Ehrgeizige Wachstumsziele

Das Angebot einer Palette an offenen Investmentfonds für ein breites Publikum (die sogenannte LF-Linie) ist aber nur eine Säule des neuen Geschäftsmodells der Lloyd Fonds AG – die übrigens auf der kommenden Hauptversammlung in Lloyd Capital AG umbenannt werden soll. Das Angebot im LF-System umfasst zusätzlich ein digitales Angebot für Vermögensaufbau auf Basis eines selbst entwickelten Algorithmus. Und In der Säule LF-Vermögen soll vermögenden Kunden eine ganzheitliche Beratung in allen Finanzfragen angeboten werden. Die Wachstumsziele sind ehrgeizig: Bis 2023 sollen alle drei Bereiche zusammen auf ein Volumen von 7 Milliarden Euro kommen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist Lloyd Fonds auch bereit, Geld zu investieren. Auf einer Pressekonferenz gab der Anbieter bekannt, den ebenfalls in der Hansestadt ansässigen Vermögensverwalter SPSW Capital zu 90 Prozent übernehmen zu wollen – ein Deal, der zwischen 40 und 45 Millionen Euro kosten könnte.

Achim Plate – der starke Mann im Hintergrund

SPSW Capital verwaltet zwei Publikumsfonds sowie einen Spezialfonds für die Vermögensverwaltung mit einem Volumen von 650 Millionen Euro. „Mit dieser Transaktion geben wir der Neuausrichtung der Lloyd Fonds AG einen kräftigen Schub“, sagt Klaus M. Pinter, Finanzchef bei Lloyd Fonds.

Bis es soweit ist, sind allerdings noch einige Hürden zu nehmen. Zum Beispiel muss sich die Aktionärshauptversammlung am 12. Juni erst zu den Übernahmeplänen positionieren. Auch die Finanzaufsichtsbehörde Bafin muss das Vorhaben noch durchwinken. Der Lloyd-Fonds-Vorstand geht deshalb davon aus, die Transaktion frühestens im 2. Halbjahr 2019 abschließen zu können. Treibende Kraft im Hintergrund ist Achim Plate. Der SPSW-Gründer und Aufsichtsratsvorsitzende bei Lloyd Fonds soll nach der Übernahme neuer Vorstands-Chef werden.

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